Polizeikontrollen: Handys am Steuer sind ein gewaltiges Problem

dzAutofahrer erwischt

Viele Autofahrer unterschätzen, wie sehr sie das Handy vom Straßenverkehr ablenken kann. Eine Kontrolle der Polizei an der Friedrich-Ebert-Straße offenbarte ein erschreckendes Ergebnis.

Unna

, 18.02.2020, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Polizei warnt immer wieder vor der Gefahr, die von Handys am Steuer ausgeht. „Das ist ein Riesen-Problem. Wir fordern alle Verkehrsteilnehmer auf, die Benutzung von Handys am Steuer zu unterlassen“, sagt Bernd Pentrop, Sprecher der Kreispolizeibehörde Unna.

Da Warnungen nicht immer reichen, hat die Polizei am Dienstag in Königsborn genauer hingeschaut – konkret an der Friedrich-Ebert-Straße. Zwei Stunden lang, von 11 bis 13 Uhr, führten die Beamten Schwerpunktkontrollen zum Thema „Ablenkung am Steuer“ durch. Dabei ging es vornehmlich um die Benutzung von Handys am Steuer.

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Das Ergebnis ist besorgniserregend: Während des zweistündigen Einsatzes stellten die Polizeibeamten insgesamt 18 Verstöße fest. „Angesichts der seit geraumer Zeit erhöhten Bußgelder und der Transparenz, welche Konsequenzen bei der Nutzung des Handys am Steuer drohen, ist dies eine traurige Bilanz“, erklärte Thomas Stoltefuß, Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizei Unna.

100 Euro Bußgeld und ein Punkt

„Dass so viele Verkehrsteilnehmer nicht über die Gefährlichkeit des eigenen Handelns während der Fahrt nachdenken, ist besorgniserregend“, findet Stoltefuß.

Wer mit dem Handy am Steuer erwischt wird, muss ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro zahlen und erhält darüber hinaus einen Punkt ins Flensburg.

Besonders unverständlich ist die hohe Zahl der Verstöße angesichts der Tatsache, dass immer mehr Fahrzeuge über Freisprecheinrichtungen verfügen. Auch mobile Anlagen werden vielfach genutzt.

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„Wir wünschen uns von den Verkehrsteilnehmern mehr Gefahrenbewusstsein und rechtskonformes Verhalten“, betont Stoltefuß. Denn: Wer bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nur zwei Sekunden lang unachtsam ist, legt fast 28 Meter im Blindflug zurück.

Regelmäßige Kontrollen

An der Friedrich-Ebert-Straße sind maximal 30 Stundenkilometer erlaubt. Auch bei dieser Geschwindigkeit können aber zum Beispiel Personen, die zwischen parkenden Autos auf die Fahrbahn treten, übersehen werden.

Der Verkehrsdienst der Kreispolizei Unna führt regelmäßig und unangekündigt Schwerpunkteinsätze dieser Art im gesamten Kreisgebiet durch. Die Ergebnisse vom Dienstag dürften dazu beitragen, dass die Kontrolldichte noch weiter erhöht wird.

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