Planungsprozess soll Unnas Kultur einen Schub geben

dzKultur

Hinter dem sperrigen Wort „Kulturentwicklungsplanung“ könnten für Unna Chancen stehen. Im März sollen alle Kulturakteure gemeinsam überlegen, wie Kultur in Unna künftig aussehen soll.

Unna

, 14.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Wenn über Kulturangebote in Unna geredet wird, geht es meistens um Geld. Erst vor wenigen Tagen sorgte der Antrag der CDU-Fraktion, die Sachmittel für die Kultur zu kürzen und langfristig den städtischen Kulturbereich den Wirtschaftsbetrieben Unna (WBU) anzugliedern, für Aufruhr. Der Antrag ist mittlerweile vom Tisch, doch die Diskussion um das, was Kultur in Unna ausmacht, ist im vollen Gange.

Unnas Kulturschaffende stecken mitten in der Kulturentwicklungsplanung, die die Stadtverwaltung angestoßen hat. Wie soll Kultur in Unna künftig aussehen? - Diese Frage steckt hinter dem mehrstufigen Prozess, der von einem Beraterbüro begleitet wird. „Der Prozess soll einen Schub für die Kultur in Unna bedeuten“, erklärte Peter Landmann von dem Beraterbüro „Take part“ am Mittwoch den Mitgliedern des Kulturausschusses.

Ausdrücklich nicht gehe es dabei darum, Einsparpotenziale im Kulturbereich zu identifizieren - ein Verdacht, der unter den Kulturschaffenden aufgekommen war, nachdem von „Synergieeffekten“ und „Kooperationen“ die Rede war. „Wir gehen in diesem Prozess derzeit von der Prämisse aus, dass der Kulturetat in Unna unverändert bleiben wird; dass also weder mehr noch weniger Geld für die Kultur bereitsteht als momentan“, sagte Landmann.

Planungsprozess soll Unnas Kultur einen Schub geben

Auf spielerische Art bekommen Kinder in den Theater-Angeboten der Jugendkunstschule ein Gefühl dafür, was Kultur bedeutet. © Marcel Drawe

Dennoch gehe es in dem Prozess auch darum, „unangenehme Wahrheiten“ zu nennen - „und zwar am Anfang“, wie Landmann betonte. Es helfe nichts, wenn man plane, Ideen entwickle und Projekte anstoße, nur um dann am Ende festzustellen, dass diese unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht realisierbar seien.

Derzeit läuft eine Bestandsaufnahme unter den Kulturträgern der Stadt. Parallel zu deren Auswertung soll im Januar eine Bevölkerungsbefragung stattfinden. In einer „Zukunftskonferenz Kultur“ am 29. und 30. März sollen „alle relevanten Kultur-Interessensgruppen der Stadt“ dann gemeinsam Handlungsfelder identifizieren, mit denen sich Arbeitsgruppen dann intensiv beschäftigen.

Am Ende soll ein Abschlussbericht stehen, der neben wesentlichen Ergebnissen der Konferenz auch Empfehlungen zur Kulturarbeit in Unna von den Experten des Beraterbüros enthalten soll. Was damit dann passiert, entscheidet die Politik.

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