Planung für Kunstrasenplatz in Hemmerde soll ab Ostern endlich beginnen

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Die Vorplanungen für einen Kunstrasenplatz in Hemmerde sind komplizierter als gedacht. Ab Ostern soll sich endlich etwas bewegen. Die beiden größten Vereine im Dorf warten seit Jahren darauf.

Hemmerde

, 22.01.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Jahr 2014 wurde im Unnaer Rathaus der Antrag gestellt, in Hemmerde einen Kunstrasenplatz anzulegen. Die Idee: Das alte Bürgerhaus verschwindet. Die Fläche und die eines alten Trainingsplatzes werden vermarktet für Wohnbebauung. Damit wiederum würde die Stadt den neuen Sportplatz finanzieren.

Zwischenzeitlich ließen Akteure wie Ortsvorsteher Klaus Tibbe oder Vertreter des Sportvereins erkennen, dass sie die Geduld verlören. Das alte Hemmerder Bürgerhaus wurde schon vor über einem Jahr abgerissen. Wer das als Zeichen wertete, dass das Projekt in Bewegung kommt, dürfte aber auch inzwischen enttäuscht sein. Dass man noch „in Gesprächen“ sei, hieß es 2017 von der Stadtverwaltung, 2018 dann erneut. Die Gespräche zum Abschluss zu bringen, erscheint schwierig. „Es müssen noch planungs- und baurechtliche Fragen geklärt werden“, berichtete Stadtsprecher Christoph Ueberfeld auf Anfrage unserer Redaktion. Offenbar ist man inzwischen aber optimistisch. „Wir hoffen auf eine Klärung bis Ostern“, so Ueberfeld.

Planung für Kunstrasenplatz in Hemmerde soll ab Ostern endlich beginnen

Auf einer Fläche neben dem Hauptspielfeld könnten auch Feste gefeiert werden. So sah es ein Entwurf von 2016 für den neuen Hemmerder Sportplatz vor. © Raulf, Thomas

Geplant auch für Dorffeste

Im Jahr 2016 war die Aufstellung von Bebauungsplänen beschlossen worden, die die die Umsetzung des Projekts möglich machen. In diesem Rahmen war bekannt geworden, dass die Stadt den neuen Sportplatz nicht nur für sportliche Nutzung zur Verfügung stellen will. Vorgesehen war auch eine Fläche für Veranstaltungen der Vereine. So sollten zum Beispiel die Schützen auf einem Teil des Platzes ihr Festzelt aufstellen können.

Sportlich geplant ist ein Kunstrasenplatz, auf dem ganzjährig gespielt und trainiert werden könnte. Daneben wäre ein kleineres Trainingsfeld auch aus Kunstrasen. Vereine und Schulklassen hätten die Möglichkeit für Leichtathletik auf einer neuen Laufbahn.

Kunstrasen ganzjährig bespielbar

Fußballvereine argumentieren seit Jahren, dass sie Kunstrasenplätze brauchen. Naturrasen ist bei schlechtem Wetter im Winter nicht bespielbar. Eine Rasenfläche aus Kunststoffhalmen hingegen müsste nur gesperrt werden, wenn sie vereist ist. So sind nach und nach an mehreren Stellen in Unna Kunstrasenplätze entstanden: in Massen, Unna-Süd, Königsborn und Mühlhausen. Zuletzt eröffnet wurde ein Trainingsplatz in Königsborn.

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Das Modell, einen neuen Sportplatz mit der Vermarktung von Bauland zu finanzieren, hat in Unna schon funktioniert. Der Sportplatz am Südfriedhof zum Beispiel konnte bezahlt werden, nachdem der Platz an der Weberstraße zugunsten einer neuen Siedlung aufgegeben worden war.

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