Charlotte Kunert befestigte die selbst gemalten Plakate am Freitag im Dreieck Lünerner Schulstraße/Lünerner Bahnhofstraße und Kuhstraße. © Udo Hennes
Verkehr

Plakate erinnern in Lünern jetzt freundlich an das Tempolimit

Eine fröhlich-bunte, aber deutliche Erinnerung an die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern erhalten Autofahrer seit Freitag in Lünern. Sie ist ganz offensichtlich nötig.

Sechs Plakate sind es, die an der Kuhstraße in Lünerns Mitte jetzt darauf hinweisen, dass hier Tempo 30 gilt. Eigentlich gibt es dafür schon die entsprechenden Straßenschilder, doch die wenigsten Fahrer halten sich daran, hat Charlotte Kunert beobachtet. Die ehemalige Ratsfrau hat nun eigene Schilder gemalt.

„30 – geht doch“ steht in bunter Schrift auf einem Plakat, „Achtung, große und kleine Menschen“ liest man auf einem anderen. Ganz bewusst hat Kunert ihre selbst gemalten Schilder freundlich gestaltet: „Es geht hier nicht ums Ermahnen oder Verbieten; ich möchte einfach, dass die Menschen wieder aufmerksamer dafür werden, dass hier viele Kinder und auch ältere Menschen lang gehen, und deshalb langsamer fahren“, sagt die ehemalige Fraktionsvorsitzende der Unnaer Grünen.

Viele Kinder sind im Bereich der Lünerner Schulstraße und der Kuhstraße unterwegs, weil hier ihr Schulweg langführt.
Viele Kinder sind im Bereich der Lünerner Schulstraße und der Kuhstraße unterwegs, weil hier ihr Schulweg langführt. © Udo Hennes © Udo Hennes

Kunerts Antrag, die Kuhstraße für Fahrzeuge über 2,8 Tonnen zu sperren – mit Ausnahme des landwirtschaftlichen Verkehrs der ortsansässigen Landwirte – wurde in der Politik abgelehnt. Mit den bunten „Erinnerungs-Schildern“ an Tempo 30 hofft sie nun, das wenigstens die Geschwindigkeit derjenigen, die durch Lünern fahren, langsamer wird – ganz egal, ob Auto oder Lastwagen. Übersehen kann man die Hinweise jedenfalls nicht.

Über die Autorin
Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd
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