Ein Blick auf den Flughafenparkplatz P3 von der Zeche-Norm-Straße aus. Eine Anfrage an die Dortmunder Bauverwaltung belegt Pläne, hier eine neue Spezialeinheit der Polizei anzusiedeln. © Udo Hennes
Sicherheit

Pläne für neue Spezialeinheit der Polizei am Dortmunder Flughafen

Dortmund will weitere Polizeikräfte am Flughafen ansiedeln und damit auch an der Stadtgrenze zu Unna und Holzwickede. Jetzt ist von der Aufstellung einer neuen Spezialeinheit die Rede.

Eine Spezialeinheit der Polizei für sicherlich nicht alltägliche Einsatzszenarien könnte ihren künftigen Stützpunkt im Grenzgebiet von Unna, Holzwickede und Dortmund finden. Pläne sehen einen entsprechenden Neubau am östlichen Ende des Flughafengeländes vor.

Was für eine Einheit diesen Standort nutzen würde und welche Aufgabenbereiche von dort aus abgedeckt würden, ist noch unbekannt. Die Dortmunder Polizei und die Flughafengesellschaft halten sich zurzeit zurück, was Informationen über das Projekt angeht. Allerdings beschäftigen Pläne dieser Dimension auch die Dortmunder Bauverwaltung, die nun ihrerseits ein Papier für die Politik erstellt hat.

Spezialeinheit mit Luftverlegung

Demnach gebe es eine Bauvoranfrage, die bereits positiv beschieden worden ist. Auf dem Flughafenparkplatz P3 im Winkel von Chaussee und Zeche-Norm-Straße sollen ein Bürogebäude und zwei Fahrzeughallen entstehen. Nutzer sei eine neue Spezialeinheit der Dortmunder Polizei, die für einige ihrer Einsäte auch „auf den Transport mit Luftfahrzeugen, insbesondere Hubschrauber“ setze. Daher sei die Nachbarschaft zum Flughafen besonders sinnvoll.

Viel Polizei am Flughafen

Polizeikräfte gibt es am Flughafen bereits. Neben der Bundespolizei ist auf dem Flughafengelände auch eine der Hubschrauberstaffeln der Polizei in NRW angesiedelt. Zeitweilig ist auch das Verkehrskommissariat der Dortmunder Polizei im Holzwickeder Eco-Port eingemietet. Aber die Dimensionen in den Plänen für einen neuen Stützpunkt lassen doch auf etwas völlig Neues schließen.

Zwei Fahrzeughallen mit einer Grundfläche von 104 mal 40 und von 26 mal 9 Metern sollen den Fuhrpark aufnehmen, zu dem gemäß Planskizzen auch große Fahrzeuge gehören. Ein als Bürogebäude klassifizierter Bau würde zwei Etagen auf einer Fläche von 90 mal 50 Metern bieten.

Neben der bestehenden Zufahrt über den Flughafenring soll es einen direkten Anschluss an die Zeche-Norm-Straße geben, der einen kürzeren Weg zur B1 und zur Autobahnauffahrt bedeuten würde.

Die Polizei in Dortmund nennt noch keine Details zu dem Vorhaben, weil einige Entscheidungen dazu noch ausstünden. Noch sei kein Objekt angemietet, hieß es dazu. Auch der Flughafen erklärt, dass „das gesamte Verfahren noch nicht abgeschlossen ist und das Ergebnis erst in einigen Wochen feststehen wird“.

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Redaktion Unna
Verwurzelt und gewachsen in der Hellwegbörde. Ab 1976 Kindheit am Hellweg in Rünthe. Seit 2003 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Hat in Unna schon Kasernen bewacht und grüne Lastwagen gelenkt. Aktuell beäugt er das politische Geschehen dort und fährt lieber Fahrrad, natürlich auch auf dem Hellweg.
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Sebastian Smulka

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