Pisas neuer Bürgermeister zeigt kein Interesse an Besuch aus Unna

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Unnas Partnerschaften mit Städten in anderen Ländern setzen die Idee eines vereinten Europas in die Praxis um. Aber wie soll man damit umgehen, wenn auf der anderen Seite Europa-Gegner an der Macht sind? Darüber diskutiert nach einem Pisa-Besuch die Unnaer Politik.

Unna

, 05.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Es muss eine eher frostige Begegnung gewesen sein, als die Delegation aus Unna im Juni den Gegenbesuch nach der „Festa Italiana“ antrat: Pisas Bürgermeister, Michele Conti, soll die Gäste aus Unna und aus einer französischen Partnerstadt bei einem Empfang links liegen gelassen haben: Der Mann von der Lega Nord habe offen zur Schau gestellt, dass ihn Europathemen gar nicht interessieren, bewertet die Unnaer Ratsfrau Charlotte Kunert das Treffen. „Wie sollen wir damit umgehen, wenn in unseren Partnerstädten Rechtspopulisten an der Macht sind?“, fragte sie nun im Stadtrat in die Runde.

Gegenüber unserer Redaktion gestand Kunert eine gewisse Ratlosigkeit ein, was diese Frage angeht. Nur eines stehe für sie fest: Die Kontakte abzubrechen sei kein geeigneter Weg. Damit würde man ja die Ziele der Europagegner verwirklichen. Und: Contis Stellvertreterin von „Forza Italia“ habe sich umso herzlicher mit den Gästen beschäftigt. Contis Wahl mit 52,3 Prozent der Stimmen bedeutet nicht, das ganz Pisa nach rechts gerückt ist.

Bürgermeister Werner Kolter schlug vor, Kunerts Anfrage im Stadtrat einmal gesondert als Diskussionspunkt auf die Tagesordnung im Rat oder im Haupt- und Finanzausausschuss zu setzen.

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