Einstieg am PGU in Unna mit Hausaufgaben nur in den Hauptfächern

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Neuer Wind weht im Pestalozzi-Gymnasium in Unna. Beim Tag der offenen Tür konnten Eltern und Kinder die neue Schulleitung und Neuerungen in Klassenräumen und Schulprogramm kennenlernen.

von Sebastian Pähler

Unna

, 18.01.2020, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in Zukunft das Pestalozzi-Gymnasium in Unna (PGU) leiten würde, konnte die stellvertretende Schulleiterin Heide Vogt noch beim vorangegangenen Informationsabend für die Eltern nicht verraten. Beim Tag der offenen Tür am Samstag gab es allerdings schon die Antwort. Seit dem 15. Januar ist Angelika Remmers neue Schulleiterin.

Unerwartet war sie vom Städtischen Gymnasium Kamen nach Unna gewechselt. Nun nutzte sie den Tag der offenen Tür auch, um mit den potenziellen neuen Fünftklässlern auf Entdeckungsreise an ihrer neuen Wirkungsstätte zu gehen.

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Vor allem, wie unterschiedlich die Schüler am PGU sind, sei ihr aufgefallen. Und dass es „ein sehr aktives Kollegium gibt, das ständig mit Neuerungen unterwegs ist“. Beides freut Remmers sehr, passt es doch auch gut zu dem Vorsatz, mit dem sie ihre neue Aufgabe angetreten ist. „Gemeinsam etwas bewegen“, so der Titel einer kleinen Skulptur, die sie zur Begrüßung am PGU bekommen hat.

Das wird sich ändern

Neben bewehrten Konzepten ist einiges neu im Schulprogramm des PGU. So will sich das Traditionsgymasium in der fünften Klasse stärker auf die Hauptfächer konzentrieren. Damit geht einher, dass es für die Schüler dieses Jahrgangs erst einmal auch nur in den Hauptfächern Hausaufgaben geben wird. Erst im folgenden Jahr kommen dann die Nebenfächer dazu.

„Wir machen das, weil wir doch gemerkt haben, dass die Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Grundlagen in den Hauptfächern von den Grundschulen kommen“, erläuterte Erprobungsstufenleiter Felix Osthoff.

Einstieg am PGU in Unna mit Hausaufgaben nur in den Hauptfächern

Das Pestalozzi-Gymnasium ist Unesco-Projektschule. Was dies bedeutet, erklärte Lehrer Daniel Eikler hier Emely, Moritz und Laurenz. © Borys Sarad

Eine weitere Neuerung ist die Unesco-Stunde, die in Klasse 5 einmal pro Woche angeboten wird. Darin soll den Schülern vermittelt werden, was es bedeutet, Unesco-Schule zu sein. Auch die Grundsätze der Organisation, von den Menschenrechten über Kultur und Naturschutz bis hin zum Demokratieverständnis, spielen dabei eine Rolle.

Eine weitere Neuerung, die Eltern und Kinder beim Tag der offenen Tür in Augenschein nehmen konnten, sind die Bildschirme, die erst einmal in sechs Klassen über der Tafel angebracht wurden. Damit ist die Kombination von analoger Tafel mit digitalen Inhalten möglich.

Auch soll die individuelle Förderung an der Schule vorangetrieben werden, was sowohl Begabtenförderung als auch Unterstützung schwacher Schüler umfasst.

Beim Tag der offenen Tür wurde zudem der Unterricht und die Bläserklassen vorgestellt, es wurde experimentiert und es wurden Projekte vorgestellt, so dass die Interessenten einen umfangreichen Eindruck bekamen.

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