Unnaer Schülerin schafft 898 von 900 möglichen Punkten im Abi

dzAbitur 2020

Nur zwei Punkte haben Alexandra Plum gefehlt, dann hätte sie alles erreicht, was im Abitur möglich ist. Zu ihrem Super-Abi kam sie durch Fleiß, Neugier - und Spazierengehen im Garten.

Unna

, 05.07.2020, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wo die zwei Punkte geblieben sind, die ihr zur Maximalpunktzahl gefehlt haben, weiß Alexandra Plum ganz genau: „Das war einmal in Mathe und einmal in Musik.“ Ansonsten hat die 18-Jährige alles an Punkten mitgenommen, was es im Abitur zu holen gibt: 898 von 900 Punkten stehen auf ihrem Reifezeugnis.

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„Nur“ 14 Punkte hat sie in Mathe und Musik jeweils einmal in der zweijährigen Qualifikationsphase fürs Abitur bekommen - ansonsten standen da immer 15 Punkte, also „Eins plus“. Und das quer durch alle Fächer. Bio, Englisch, Mathe und Geschichte waren Alexandras Abifächer - jede einzelne Prüfung bestand sie mit der Maximalpunktzahl. Trotzdem herrscht bei ihr gerade ein Gefühl vor, das sie wohl mit all ihren Mitschülern teilt: „Ich bin gerade einfach froh und erleichtert, dass das Abi gut lief und jetzt vorbei ist. Wir haben definitiv nichts geschenkt bekommen; das Lernen hat sich gelohnt.“

„Wenn ich gemerkt habe, dass ich in einer Sache mehr erreichen kann, habe ich es einfach versucht.“
Alexandra Plum

Dass Lernen sich lohnt, hat die PGU-Abiturientin schon früh gemerkt. „Eigentlich war ich schon immer recht ehrgeizig. Wenn ich gemerkt habe, dass ich in einer Sache mehr erreichen kann, habe ich es einfach versucht“, sagt Alexandra. Eine Mischung aus Fleiß und dem Glück einer hohen Auffassungsgabe - so erklärt sie ihre überdurchschnittlich guten Noten.

„Ich habe keine Beziehung mit meinem Schreibtisch geführt. Ich war auf Partys, habe Sport gemacht und auch Mist gebaut wie alle anderen auch.“
Alexandra Plum

Mit einem Vorurteil räumt sie sofort auf: „Ich habe keine Beziehung mit meinem Schreibtisch geführt. Ich war auf Partys, habe Sport gemacht und auch Mist gebaut wie alle anderen auch.“ Dass angesichts ihrer Noten die Gefahr besteht, schnell als Streberin ohne Sozialkontakte abgestempelt zu werden, ist der jungen Frau bewusst, selbst erlebt hat sie es aber noch nie. „Damit hatte ich bisher zum Glück nie Probleme. Ich beginne aber auch kein Gespräch direkt mit meinen Noten oder meinem Abiturdurchschnitt. Ich will nicht nur anhand meiner Leistung beurteilt werden, ich bin auch einfach nur ein Mensch“, betont Alexandra.

Und tatsächlich hat die junge Frau nicht immer nur Einsen geschrieben. Während eines Auslandshalbjahres in der englischen Grafschaft Dorset bekam sie tatsächlich mal eine Arbeit mit einer 4 zurück. „Das war in Ökonomie, da hat sicherlich zu dem Zeitpunkt die Sprache eine Rolle gespielt“, erinnert sich Alexandra.

Ihr Weg zum Super-Abi war übrigens nicht mit einem rigorosen Lernplan durchgetaktet. „Dafür wäre ich viel zu chaotisch“, lacht die 18-Jährige, „ehrlich gesagt, bin ich durch den Garten gelaufen und habe mir den Lernstoff dabei selbst laut erzählt.“ Und es lief gut - bis auf zwei Punkte.

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