Party für das neue Massener Feuerwehrauto mit Sprungpolster und neuester Rettungstechnik

dzLöschgruppenfahrzeug

Nur Schlüssel und Papiere übergeben – nein, so wird in Massen kein neues Feuerwehrauto in Betrieb genommen. Die Massener feiern ihr neues Löschgruppenfahrzeug wie einen Rockstar.

Massen

, 15.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Samstag nahm die Löschgruppe Massen der Freiwilligen Feuerwehr ein nagelneues Löschgruppenfahrzeug feierlich in Betrieb. Im Vergleich zu dem Vorgängerfahrzeug, das nun ausrangiert und versteigert wird, bietet der aktuelle Wagen unter anderem den Vorteil, dass er neu ist. Mancher Besitzer eines Privatwagens mag sich die Augen reiben, wenn er erfährt, dass das bisherige Fahrzeug 26 Jahre auf dem Buckel hat, und so wurde es nun Zeit für einen Neuwagen. Dieser entspreche neueren Umweltansprüchen, erklärte Hendrik zur Weihen, Leiter der Unnaer Feuerwehr. Das Fahrzeug ist komfortabler und auch sicherer für die bis zu neun Kameraden. Nicht nur die Wehrleute vorne im Führerhaus, auch die Mannschaft hinten kann sich jetzt anschnallen.

Ein Sprungpolster und viel mehr

Die Gurte können bei einem Unfall Leben retten. Hauptaufgabe der neuen Technik ist freilich die Rettung der Bevölkerung. Und auch dafür kann das neue „LF20“, in das die Stadt Unna rund 270.000 Euro investiert, mehr leisten. Sollte es einmal dort zum Einsatz kommen, wo kein Hydrant erreichbar ist, hat es 2400 Liter Wasser im Tank, doppelt so viel wie der Altwagen, wie Matthias Zumdick von der Feuerwehr erläuterte. Außerdem an Bord ist ein Sprungpolster, das zweite im Unnaer Stadtgebiet. Aus bis zu 16 Meter Höhe kann sich ein Mensch im Notfall von einem Gebäude hineinfallen lassen.

Party für das neue Massener Feuerwehrauto mit Sprungpolster und neuester Rettungstechnik

Bürgermeister Werner Kolter (v. r.) übergab das neue Löschgruppenfahrzeug an den Massener Löschgruppenführer Bernd Tepe, seinen Stellvertreter Christopher Klein sowie Feuerwehrchef Hendrik zur Weihen. © Raulf

Einsatzbereit wäre es blitzschnell: Zwei Mann tragen es zum Einsatzort und blasen es innerhalb von 30 Sekunden mit einer Atemluftflasche auf. Insgesamt könne der neue Wagen mehr Ausrüstung mitführen als der alte, so zur Weihen. Darunter ist auch einiges an Technik, die es vor 26 Jahren noch gar nicht gab. Moderne Hohlstrahlrohre etwa erlauben es, den Wasserstrahl beim Löschen zu dosieren. Auch für den Transport von Geräten wie Akkuschraubern und -sägen war das Massener Altfahrzeug nicht geplant. Außerdem leuchtet der neue 15,5 Tonnen schwere Wagen mit LED, sodass sowohl für Blaulicht als auch für die Einsatzstellenbeleuchtung und die ganzen anderen Stromverbraucher eine Autobatterie ausreicht.

AC/DC und Gottes Segen

Grund genug zum Feiern also. Und tatsächlich nahm die Massener Wehr die Übergabe durch Bürgermeister Werner Kolter am Samstag zum Anlass für ein kleines Volksfest inklusive Getränkestand, Hüpfburg und Bobbycar-Parcours auf der Mittelstraße. Und bevor Prädikantin Freya Walke und Vikar Stefan Schmitz den Wagen und seine Besatzung segneten, feierten die Massener ihn wie einen Rockstar. Zum AC/DC-Kracher „Thunderstruck“ und mit Konzertnebel rollte das blinkende und blitzende „LF20“ aus der Halle – ein gelungener Auftritt.

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Massen feiert sein neues Feuerwehrauto

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