Parkplatznot mal anders: Mehr als 3000 Porsches teilen sich vier Parkplätze

dzProjekt „StattParkKultur“

Ob die Stadt Unna den Klimanotstand ausruft, soll bald entschieden werden. Der Kreis hat es schon getan. Vor dem Kreishaus befasst sich das Projekt „StattParkKultur“ mit dem Thema Verkehr.

Unna

, 06.09.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Thema ist immer wieder heiß diskutiert: Was kann jeder Einzelne für den Klimaschutz tun und was kann das bewirken? Der Künstler Ruppe Koselleck will beim Projekt „StattParkKultur“ die Aufmerksamkeit auf das Thema Verkehr lenken.

Fast die Hälfte der zurückgelegten Wege in Städten ist heute kürzer als drei Kilometer. 40 Prozent dieser Strecken werden mit dem Pkw zurückgelegt. Im Durchschnitt stehen diese Autos jedoch an 23 Stunden pro Tag still. Sie besetzen damit wertvolle öffentliche Räume oder ökologisch wertvolle Grünflächen.

Verschiedene Lösungsansätze

Um dafür Platz zu schaffen, gibt es viele Lösungsansätze. Ein gut ausgebauter,

kostengünstiger öffentlicher Nahverkehr trägt genauso dazu bei wie eine nachhaltige Stadtplanung, die kurze Wege ermöglicht und eine fahrradfreundliche Verkehrsinfrastruktur bereitstellt. Ein weiterer Baustein ist das Carsharing.

Seit 2005 werden jedes Jahr am dritten Freitag im September Parkräume in kleine Parks verwandelt. Mit kreativen Mitteln wie Rasenflächen, Sitzmöglichkeiten und Fahrrädern wird auf das Platzproblem aufmerksam gemacht.

Modellautos blockieren Parkplätze

Im Projekt „StattParkKultur“ werden am 17. September Parkplätze in Unna und Detmold für einen Tag zu Begegnungs- und Visionsräumen. Passanten und Künstler reflektieren dann auch vor dem Kreishaus Unna die Rolle von Parkraum und dessen Umwandlung für eine nachhaltigere Mobilitätskultur. Ziel von „StattParkKultur“ ist es, zu einer lebenswerten und nachhaltigen Stadt beizutragen und Menschen für ein Andersdenken gegenüber Park- und Stadtraum zu sensibilisieren.

Miteinander ins Gespräch kommen

Am 17. September wird der Künstler Ruppe Koselleck mit mindestens 3287 Porsche-Modellautos für 24 Stunden in Unna vor dem Kreishaus vier Parkplätze zuparken. Außerdem werden die Besucher eingeladen, sich an der Dialogstation zum Thema Parkraumumwandlung und nachhaltige Mobilität auszutauschen.

Kreis Unna begrüßt die Aktion

Der Kreis engagiert sich seit Jahren in Sachen Klimaschutz und hat im Juli den Klimanotstand ausgerufen, um CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Kreisumweltdezernent Ludwig Holzbeck sagt: „Wir begrüßen das Projekt

‚StattParkKultur‘ vor der eigenen Haustür besonders – auch um die Besucher im Kreishaus dazu aufzufordern, selbst einmal über das Thema Parkraum, Kurzstrecken und Umweltverträglichkeit nachzudenken.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Geheimnis um Kandidatur

„Wir für Unna“ bekennt sich als Profiteur der Querelen in der SPD

Hellweger Anzeiger Bürgerabend am 30. Oktober

Stadt zeigt Pläne für Schule, Kindergarten und Wohnungen am Hertinger Tor

Meistgelesen