Wieder eine neue Idee für den Schulstraßen-Parkplatz: Parkplätze ja, aber nicht für alle

dzVerkehr

Sozialwohnungen, ein Mehr-Generationen-Park und zuletzt ein Trinkwasserbrunnen: Für den Parkplatz an der Schulstraße gab es schon viele Ideen. Jetzt kommt eine weitere hinzu.

Unna

, 05.12.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit über zwei Jahren steht der Parkplatz an der Schulstraße in der Diskussion: Soll er ein Parkplatz bleiben oder Platz machen für andere Konzepte? Im Sommer 2017 diskutierte sich die Unnaer Politik darüber die Köpfe heiß. Sozialen Wohnraum forderten die einen, eine grüne Freiraumfläche die anderen – und dann passierte erstmal nichts. Jetzt stehen gleich drei Ideen wieder im Raum – und auch Parkplätze gehören dazu.

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Im August forderten die Grünen, den Parkplatz zu einem Park zum Verweilen und Spielen für alle Generationen umzuwandeln. Im Oktober brachte der Verein „Wir für Unna“ die Frage nach mehr Standorten für Wasserspielanlagen in der Innenstadt zur Debatte – und die Stadtverwaltung nannte als einen möglichen Standort den Parkplatz an der Schulstraße, in Kombination mit dem geforderten Mehrgenerationenpark.

Diskutiert wurde diese Idee jedoch zunächst nicht weiter, denn die FDP-Fraktion meldete Beratungsbedarf dazu an – damit war das Thema erstmals vom Tisch. Jetzt kommt die FDP-Fraktion ihrerseits mit einem eigenen Antrag zur Zukunft des Parkplatzes. Die Liberalen wollen die Parkplatzfläche als solche erhalten, allerdings in anderer Form.

Forderung: Keine allgemeinen Parkplätze mehr

Die bisherigen Plätze für das allgemeine Parken sollen aufgegeben und durch drei Parkplätze für Behinderte, drei Eltern-Kind- und drei Kurzzeitparkplätze ersetzt werden. Hintergrund dieser Forderung sind offenbar Hinweise des Behindertenbeirates: Im Zuge der Diskussion um eine Aufgabe des Parkplatzes hatten die Vertreter des Beirates zu bedenken gegeben, dass dieser Parkplatz gerade für Behinderte sehr wichtig sei, weil sie sonst keine Möglichkeit hätten, die Ärzte in der Innenstadt zu erreichen.

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Die kurzen Wege zu den Ärzten müssten für Behinderte sichergestellt sein. „Das Gleiche gilt auch für Eltern mit kleinen Kindern“, schreibt die FDP-Fraktion in der Begründung ihres Antrags. Durch den Wegfall der restlichen, allgemein zugänglichen Parkplätze bliebe noch Platz für eine Grünfläche, so die Liberalen: „Der Rest des Platzes sollte in eine begrünte Anlage mit Aufenthaltsqualität umgestaltet werden.“

Noch immer stehen außerdem die Anträge aus dem Jahr 2017 zu dem Parkplatz im Raum: Die CDU wollte einen Architektenwettbewerb ausloben, um hochwertigen Wohnraum zu schaffen, während die Linken den Parkplatz als Standort für Sozialen Wohnungsbau sahen. Die FLU-Fraktion wollte das Parkplatz-Grundstück als gemeinsames Areal mit dem angrenzenden Grundstück an der Massener Straße 13 betrachten. Die Grünen forderten schon damals eine „Freiluftschneise“ an dieser Stelle.

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