Angelika Urban (l.) und Sandra Jurdecki (r.) von der Papeterie am Markt packen dieser Tage die vermehrt Osterware aus. Während des Lockdowns verkaufen sie viele Glückwunschkarten und Schreibwarenartikel. © Nogaj
Einzelhandel

Papeterie hofft auf Lockerungen zum 7. März – „sonst können wir die Saisonware einpacken“

Das Ostergeschäft steht vor der Tür, aber der Lockdown hält noch an: Die Papeterie am Markt in Unna stattet sich dennoch mit saisonaler Ware aus - und hofft auf die Ladeneröffnung zum 7. März.

Eine große Palette an Ware ist dieser Tage in der Papeterie am Markt in Unna angekommen. Inhaberin Angelika Urban bereitet sich aktuell auf das Ostergeschäft und die Wiedereröffnung des Einzelhandels am 7. März vor – auch wenn dieser Termin noch ungewiss ist.

„Wenn die Läden jetzt nicht öffnen dürfen, können wir die Saisonware wieder einpacken.“

ANGELIKA URBAN, INHABERIN PAPETERIE

Die Hoffnung aufgeben will Urban aber nicht: „Wenn die Läden jetzt nicht öffnen dürfen, können wir die Saisonware wieder einpacken“, sagt sie. Daran will Urban aber nicht denken. Denn viele der Artikel, die sie derzeit zum Verkauf anbietet sind typisch saisonal: Servietten mit Osterhasen, festlicher Tischschmuck und frühlingshafte Dekorationen.

Stammkunden helfen durch den Lockdown

All das kann Urban derzeit nur an der Ladeneingangstür zum Abholen verkaufen – was immerhin verhältnismäßig gut funktioniere: „Gerade Stammkunden, die Artikel einer bestimmten Marke kaufen, kommen vorbei“, sagt sie. Bei Laufkundschaft sieht es hingegen mau aus: Stöbern im Geschäft, um sich in Ruhe inspirieren zu lassen, funktioniere dieser Tage nunmal nicht.

Dieser Umstand mache sich auch für Urban bemerkbar – der Verkauf von Ware im Allgemeinen habe deutlich abgenommen. Dennoch setzt die Inhaberin darauf, gerade ihre Osterware im Schaufenster zu präsentieren. „Wenn der Laufkundschaft dann spontan etwas ins Auge fällt, kann sie es gerne an der Tür bestellen“, sagt sie.

Im Schaufenster der Papeterie preist Inhaberin Angelika Urban neben Schreibwaren viel saisonale Osterware an. © Nogaj © Nogaj

„Die vorgeorderte Ware kann ich nicht einfach wieder zurückgeben, wenn ich sie nicht verkauft habe. Darauf bleibe ich sitzen.“

Angelika Urban, Inhaberin Papeterie

Ähnlich habe es bereits während des Weihnachtsgeschäfts funktioniert – trotz Schließung Mitte Dezember habe Urban die Winterware gut verkauft. Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft hat sie ebenfalls bereits vorbestellt – wenn auch auf Risiko. „Hoffentlich ist bis dahin alles überstanden“, sagt sie. „Die vorgeorderte Ware kann ich nicht einfach wieder zurückgeben, wenn ich sie nicht verkauft habe. Darauf bleibe ich sitzen.“

Großes Sortiment und viel auf Vorrat

Bevor Urban jedoch an das Ende des Jahres denkt, hofft sie zunächst, ihre Kunden überhaupt bald begrüßen zu dürfen: „Man weiß nicht, ob die Menschen schnell in die Läden zurückfinden“, sagt sie. „Viele bleiben vorsichtig.“ Etwa sei das Geschäft nach dem ersten Lockdown auch eher langsam angelaufen.

Dennoch bereitet die Inhaberin ihre Papeterie für den Empfang von Kunden vor: „Wir wollen zur Ladeneröffnung gut ausgestattet sein und vieles vorrätig haben. Der Kunde schätzt, dass er bei uns vom Dekoartikel über die Glückwunschkarte bis hin zum Geschenkpapier alles bekommt.“ Urban bleibt also optimistisch: Sie glaubt fest daran, dass sie ihre Kunden am 7. März in der Papeterie am Markt begrüßen kann.

Über die Autorin
Geboren 1992 mitten im Ruhrgebiet (Bottrop) und aufgewachsen am Rande des Münsterlandes (Dorsten), hat es sie zum Studieren nach Bielefeld verschlagen (die Stadt gibt es wirklich ;-)). Nach beruflichen Zwischenstationen in Braunschweig, Berlin und Aachen ist sie froh, wieder zurück im Pott zu sein und Geschichten für Unna zu schreiben. Wenn sie nicht journalistisch unterwegs ist, hört sie gerne Musik, wandert im Grünen oder faulenzt mit einem guten Buch im Café.
Zur Autorenseite
Vivien Nogaj
Lesen Sie jetzt