Ordnungsamt will auch Trinkertreffen in der Stadt konsequent auflösen wegen Coronavirus

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Es herrscht Kontaktverbot, nur noch das Nötigste darf in der Stadt erledigt werden. Treffen der Trinkerszene sorgen umso mehr für Stirnrunzeln. Das Ordnungsamt Unna verspricht einzugreifen.

Unna

, 25.03.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Kontaktverbot zur Eindämmung des Coronavirus gilt für alle. Aber bekommen die Ordnungsbehörden auch Menschen in den Griff, die am Rande der Gesellschaft leben?

Eine Mutter richtet eine Frage an unsere Redaktion: wieso der Spielplatz in ihrer Siedlung für ihre Kinder gesperrt sei, während sich vor der Sparkasse an der Bahnhofstraße Männer zum Biertrinken treffen könnten, offenbar unbehelligt. Tatsächlich stellt sich die Frage, ob und wie Hinweise auf Einschränkungen des öffentlichen Lebens Menschen in der Trinkerszene erreichen. Neben besagter Stelle an der Bahnhofstraße sind auch der Stadtgarten oder die Grünanlage am Beethovenring/Friedhof regelmäßig Orte für solche Treffen. In normalen Zeiten trifft die Szene meist auf Toleranz. Doch derzeit müssen solche Ansammlungen als riskant eingestuft werden.

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Polizei und Ordnungsamt bitten um Hinweise

Die Polizei und das Ordnungsamt lösen Menschenansammlungen auf, die über das derzeit Erlaubte hinausgehen: Mehr als zwei Personen dürfen sich nicht treffen oder versammeln. Die Behörden bitten um Hinweise, wenn jemand solche Treffen beobachtet:
  • Polizei, Tel. (02303)921-0
  • Ordnungsamt Unna, Tel. (02303) 103-311

„Die Szene wird natürlich aufgesucht“, sagt Stadtsprecher Oliver Böer. Vorzugsweise „gemischte“ Streifen von Ordnungsamt und Polizei kämen hier zum Einsatz. Es erscheint unwahrscheinlich, dass das Androhen von Bußgeldern in diesen Fällen viel Erfolg hat. Aber bisher hätten die Außendienstler den Eindruck gehabt, sie würden verstanden, wenn sie die Treffen besuchten und auflösten, erklärt Böer. „Da bleiben wir dran.“

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