Und der Führerschein rückt wieder mal in weitere Ferne

Gericht

Nur mal eben eine kleine Fahrt im Ort - für jemanden ohne Fahrerlaubnis ist das ein Risiko. Ein Mann aus Unna hat sogar doppelten Grund, sich über sich selbst zu ärgern

von Sylvia Mönnig

Unna

, 21.03.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Führerschein gilt für viele als Schlüssel zur Unabhängigkeit in Mobilitätsfragen. Wer sich diese Freiheit selbst nimmt, begeht eine Straftat.

Der Führerschein gilt für viele als Schlüssel zur Unabhängigkeit in Mobilitätsfragen. Wer sich diese Freiheit selbst nimmt, begeht eine Straftat. © picture alliance/dpa

Im Vertrauen darauf, diesmal nicht erwischt zu werden, setzte sich ein Unnaer (31) erneut hinter das Steuer, obwohl er keine Fahrerlaubnis besaß. Das kam ihn jetzt in jeder Hinsicht teuer zu stehen.

Eine kurze Fahrt zu den Schwiegereltern – da würde schon nichts passieren, muss sich der Mann gedacht haben. Diese Hoffnung zerschlug sich am Abend des 22. November. Auf der Platanenallee wurde der Unnaer gestoppt und es stellte sich schnell heraus, dass er ohne Führerschein unterwegs war.

Im Amtsgericht brachte er es nun selbst auf den Punkt: „Das war meine Dummheit.“ Natürlich habe er nach einer Verurteilung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis im Mai 2018 gewusst, dass er das nicht durfte.

Bis dato habe er kein Geld gehabt, um einen Führerschein zu erwerben. Das solle sich jetzt ändern, berichtete er. Doch es sind Pläne, die der 31-Jährige nun erst einmal auf Eis legen muss.

Denn für ihn endete der Prozess nicht nur mit 525 Euro Geldstrafe. Das Gericht verhängte zudem ein Jahr Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis. „Das hätten Sie sich im Zweifel vorher überlegen sollen“, so der Richter.

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