Der 55-Jährige fiel der Polizei (Symbolbild) auf der B233 auf, weil er zu schnell unterwegs war. © picture alliance / dpa
Gerichtsprozess

Ohne Führerschein in die Radarkontrolle – der Fall landet vor Gericht

Wenn es nur die Geschwindigkeitsübertretung gewesen wäre, die sich ein 55-Jähriger zu Schulden hat kommen lassen, wäre die Strafe sicher geringer ausgefallen.

In Unna gab ein 55-Jähriger im Sommer Vollgas und tappte in die Radarfalle. Und bei der Gelegenheit erwies er sich nicht nur als Temposünder. Schnell kam ans Licht, dass er nicht hinter dem Steuer sitzen durfte. Vor Gericht herrschte Schweigen.

Geschwindigkeitskontrolle auf der B233

Am 9. Juni war der Mann mit einem VW auf der B233 in Unna unterwegs. Offenbar gab er zu viel Gas, wurde gelasert und angehalten. Den Beamten präsentierte er seinen Führerschein. Im Nachgang stellte sich aber heraus, dass ihm nach einem älteren Verkehrsdelikt die Fahrerlaubnis entzogen worden war und er eine Sperrfrist zur Neuerteilung kassiert hatte. Somit durfte er gar nicht fahren.

Angeklagter schweigt

Vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde dem 55-Jährigen nun also vor dem Amtsgericht vorgeworfen. Er blieb stumm. So wurden die zwei Beamten gehört, die die Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt hatten. Konkret erinnern konnten sie sich an den Vorfall nicht, wohl aber bestätigen, dass die Angaben im Protokoll hinsichtlich der Daten des Angeklagten darauf beruhten, dass er ihnen den Führerschein, den er trotz Sperrfrist offenbar immer noch besaß, vorlegte.

Bewährungsstrafe ausgesprochen

Nach den Aussagen hatten Ankläger und Richterin keine Zweifel an der Schuld des 55-Jährigen. Der Mann mit einschlägigen Vorstrafen wurde zu vier Monaten Haft mit Bewährung, 1000 Euro Geldbuße und einem Jahr Sperrfrist verurteilt.

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