Ob mit oder ohne Projektmanager: Das Projekt „Eishalle“ kommt nicht in Fahrt

dzKommentar

Kein Projektmanager, sondern ein Planer soll jetzt die Wiedereröffnung der Eishalle Unna begleiten. Wirklich näher an eine Eisfläche bringt das Unna nicht – eher im Gegenteil. Ein Kommentar.

Unna

, 30.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Projektmanager. Projektplaner. Projektleiter. Fachmann. Experte. Wie auch immer derjenige genannt wird, der letztlich die vielen Fäden zur Eröffnung der Eishalle zusammenführen soll – er wird keinen leichten Job haben. Mit der Nachricht, dass man nun doch eher einen Planer als einen Projektmanager suche, zeigt sich: Unnas Eishalle wieder zu eröffnen, ist wahrlich kein Kinderspiel.

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Wo genau der Unterschied zwischen dem Planer und dem Manager liegt? So genau kann das weder die Stadtverwaltung noch „Unna braucht Eis“ beantworten. Nur so viel scheint klar: Mit dem „Planer“ soll alles schneller gehen. Möglichst zügig soll die Vergabe passieren, gleichzeitig die Pachtverträge vorbereitet werden, damit die Fördergelder bald fließen können. Zügig, gleichzeitig, bald: Alles, was Zeiträume benennt, ist mit Blick auf die Eishalle mit Vorsicht zu genießen. Acht Monate sind seit dem Bürgerentscheid ins Land gegangen.

„Für „Unna braucht Eis“ stellt sich immer mehr heraus, dass ein gewonnener Bürgerentscheid noch lange keine Eishalle macht.“

Acht Monate, in denen Stadtverwaltung und „Unna braucht Eis“ intensiv miteinander geredet haben, vermutlich offener und ehrlicher als vor dem Bürgerentscheid.

Es sind aber auch acht Monate der Ernüchterung. Das mehrheitliche „Ja“ der Unnaer Bürger zur Eishalle im Mai 2019 scheint aus dem Jetzt betrachtet weit weg, der erste Schwung aus dem klaren Votum verpufft. Für „Unna braucht Eis“ stellt sich immer mehr heraus, dass ein gewonnener Bürgerentscheid noch lange keine Eishalle macht. Ein solches Millionenprojekt wie die (Wieder-)Eröffnung einer über 40 Jahre alten Eishalle braucht eine solide Vorbereitung und gute Planung, damit sie kein Schnellschuss wird. Das kostet Zeit – und Nerven. Die werden bei allen Beteiligten spürbar dünner – und der Job eines „Planers“ nicht einfacher.

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