Bombenentschärfung in Dortmund versetzt Unnas Krankenhäuser in Alarmbereitschaft

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Die große Bombenentschärfung in Dortmund betrifft auch die Krankenhäuser in Unna. Die Notaufnahmen werden am nächsten Wochenende mit mehr Personal besetzt. An die Bürger richten sie eine Bitte.

Unna

, 09.01.2020, 14:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für eine Bombenentschärfung werden am kommenden Wochenende in Dortmund zwei Krankenhäuser evakuiert. Im Gesundheitswesen der Region bewirkt die Räumung eine Druckwelle, die bis nach Unna reicht.

Das Katharinen-Hospital und das Evangelische Krankenhaus rechnen mit einem erhöhten Patientenaufkommen und stellen sich darauf ein. Die Notaufnahmen werden in beiden Häusern mit mehr Personal besetzt als sonst üblich. Das erklärten KK und EK in einer gemeinsamen Mitteilung.

Krankenwagen aus Dortmund brauchen neue Anlaufstellen

Was genau auf die beiden Krankenhäuser in Unna zukommen wird, lässt sich im Vorfeld nur vage abschätzen. Während die Verlegung stationär aufgenommener Patienten noch planbar ist, reagieren die Notaufnahmen auf das akute Patientenaufkommen – nun aber mit einem größeren Einzugsgebiet.

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Vor allem Rettungsdienstmannschaften brauchen alternative Anlaufstellen, um Patienten einliefern zu können. Gerade die gute Verkehrsanbindung macht Unna dabei zu einem naheliegenden Ersatz.

Dabei ist das Patientenaufkommen in den Notaufnahmen ohnehin immer schwankend. Das Evangelische Krankenhaus nennt für Wochenenden eine Spanne von 40 bis 60 Patienten pro Tag als üblichen Wert, im Katharinen-Hospital sind es grob 60 bis 80.

Kliniken weisen auch auf den Notdienst der Hausärzte hin

Trotz der stärkeren Mannschaften in beiden Notaufnahmen bitten Katharinen-Hospital und Evangelisches Krankenhaus bereits vorab um Verständnis, sollte es am Wochenende zu längeren Wartezeiten kommen. Im Rettungswesen und der Notfallmedizin gibt es zu viele Unwägbarkeiten, um dies ausschließen zu können: Besonders komplizierte Fälle und zufällige Häufungen können auch dann reichen, die vorhandenen Ressourcen auszulasten.

Zugleich bitten die Krankenhäuser die Bevölkerung, die medizinischen Zuständigkeiten im Blick zu halten. Leichte Erkrankungen gehören nicht in die Notaufnahme, sondern sind eher ein Fall für den hausärztlichen Notdienst. Er ist zwar mit seiner Praxis ebenfalls im Katharinen-Hospital zu finden, aber doch ein eigenständiges Angebot. Telefonisch ist er unter der Rufnummer 116117 zu erreichen.

In Dortmund werden am Sonntag, 12. Januar, mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. In dem Gebiet befinden sich das Städtische Klinikum Dortmund und das St- Johannes-Hospital, die dafür evakuiert werden müssen.

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