Nicolaiviertel steht im Fokus der neuen Ausstellung im Buhre-Haus

dzKultur

Im Buhre-Haus sind ab Montag 45 Bilder des Nicolaiviertels zu sehen. Es ist eine Premiere – und eine Würdigung jenes Mannes, der das Künstlerviertel mit Leben füllte.

Unna

, 22.08.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kunst und Kultur, historische Häuser und Altstadtcharme: Unnas Nicolaiviertel ist ein Kleinod mitten in der Stadt. Keine Stadtführung, die nicht durch die atmosphärischen Gassen führt; kein Wochenende, an dem nicht irgendwo ein Konzert, eine Lesung oder eine Ausstellung zu besuchen ist: Dass das Nicolaiviertel zu Unnas Künstlerviertel wurde, ist auf Wolfgang Buhre zurückzuführen. Dieses Engagement würdigt ab Montag nun eine Ausstellung.

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In 45 Bildern zeigt die Wolfgang G. Buhre-Stiftung das Nicolaiviertel, allesamt gemalt von eben jenem Wolfgang Buhre, der das Viertel zum Treffpunkt für Kunst und Kultur machte. „Wir möchten Wolfgang Buhres Engagement mit dieser Ausstellung würdigen; er war der erste, der Kunst in dieses Viertel gebracht hat“, sagt Wolfgang Patzkowsky, der im Vorstand der Buhre-Stiftung das Erbe des Künstlers weiterführt. „1987 haben wir hier im Gewölbekeller gesessen und die ersten Führungen durchs Viertel geplant“, erinnert sich Patzkowsky gerne an die gemeinsame Zeit mit dem Künstler zurück.

Ausstellungseröffnung am Montag

Bilder bis Ende des Jahres zu sehen

  • Die Ausstellung wird am Montag, 24. August, um 19.30 Uhr im Buhre-Haus eröffnet. Besucher müssen eine Maske tragen und sich registrieren. Bei zu großem Andrang wird der Zugang zur Ausstellung reguliert.
  • Bis Ende des Jahres sollen die Bilder im Buhre-Haus zu sehen sein.

Jetzt, 15 Jahre nach seinem Tod, sollen erstmals Bilder des neoimpressionistischen Malers Wolfgang Buhre gezeigt werden, in denen er eben jenes Viertel festhielt, das er zu Unnas Künstlerviertel aufbaute. „Es ist alles dabei, Schwarz-Weiß-Bilder, Farben, auch Ölgemälde“, sagt Detlef Kusche vom Vorstand der Stiftung. Sie zeigen das Nicolaiviertel in vielen Facetten – und spiegeln dabei auch den Künstler.

Einige Bilder stehen zum Verkauf

„Es sind auch Bilder dabei, die Wolfgang Buhre während einer Phase malte, in der er schwer depressiv war. Dort hat er besonders grelle Farben verwandt“, sagt Wolfgang Patzkowsky. Die Stadtkirche in grellen, fast schon aggressiv wirkenden Gelbtönen ist ein Beispiel für die schwierige Lebensphase, die Buhre während der Entstehung des Bildes durchmachte.

Einige Bilder werden zum Verkauf stehen, aber das sei nur ein Randaspekt, betont Kusche. „Einige Bilder waren bereits mit einem Preis versehen und die können auch erworben werden. Der Erlös geht an die Stiftung. Generell sind wir aber mit dem Verkauf der Bilder sehr zurückhaltend.“

Denn tatsächlich ist die Wolfgang G. Buhre-Stiftung mittlerweile finanziell gut aufgestellt und nicht auf den Erlös aus Bildverkäufen angewiesen. „Die Stiftung steht gut da und ich glaube, dass es Wolfgang Buhre eine Freude machen würde, wenn er sehen könnte, wie sein Nicolaiviertel weiterhin kulturell belebt ist“, meint Wolfgang Patzkowsky.

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