Neues Leben und neue Kunst im Haus der Carlernst-Kürten-Stiftung

dzAusstellung

Neues Leben kehrt ein in das Kürten-Haus in Alte Heide. Mit Burkhard Leismann beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Kürten-Stiftung. Deren Namensgeber hätten vermutlich ihre Freude daran.

Alte Heide

, 21.11.2018, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Burkhard Leismann führt das Erbe von Waltraud und Carlernst Kürten weiter. Die Witwe des Bildhauers Carlernst Kürten hatte dessen künstlerischen Nachlass im Jahr 2002 in eine Stiftung der Stadt Unna übertragen. Seitdem hatte sie selbst tatkräftig dafür gesorgt, dass es im Wohn- und Künstlerhaus Kürten, der ehemaligen Alte-Heide-Schule, regelmäßig hochkarätige Ausstellungen gab.

Sie hatte auch damit begonnen, das Werk ihres Mannes zu dokumentieren. Diese Arbeit konnte sie aber nicht mehr abschließen. Schon vor ihrem Tod bat sie Burkhard Leismann darum, diese Arbeit zu Ende zu bringen. Der Kunstfachmann hatte schon in früheren Jahrzehnten persönlichen Kontakt mit Carlernst Kürten und dessen Schaffen, zeigt sich immer noch begeistert vom Lebenswerk des Bildhauers. Leismann ist noch Leiter des Kunstmuseums Ahlen und übergibt diese Aufgabe gerade an einen Nachfolger. Seine neue Aufgabe ist Kürten. Die Dokumentation der Kunst Carlernst Kürtens hat er nun in Form eines Buchs abgeschlossen.

Werkbuch

Das Schaffen Carlernst Kürtens zum Blättern und Staunen

Die erste Veröffentlichung der Carlernst-Kürten-Stiftung unter der künstlerischen Leitung von Burkhard Leismann ist ein Werkbuch. Auf 160 hochwertig gebundenen Seiten mit Texten und Bildern sind die wichtigsten Werkgruppen Carlernst Kürtens dargestellt. Das Buch ist am Sonntag, 25. November, zum Preis von 20 Euro bei der Kürten-Stiftung erhältlich, demnächst auch in der Buchhandlung Hornung in Unna.

Und er ist der neue künstlerische Leiter der Carlernst-Kürten-Stiftung, damit inhaltlich verantwortlich dafür, dass wieder neues Leben einkehrt an der Hammer Straße 175. „Wir wollen das pflegen, was die Kürtens hinterlassen haben“, sagt Leismann. Mit „wir“ bezieht er auch Juliane Rogge mit ein. Die Kunsthistorikerin ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung maßgeblich daran beteiligt, Ausstellungen vorzubereiten und mit Informationsmaterial zu begleiten.

Helga Weihs baut Räume

Das neue Kapitel beginnt mit einer Ausstellung von Helga Weihs. Die Kölnerin baut Skulpturen seit 1990. Das Verb „bauen“ wählt sie selbst. So wird der Ausstellungsbesucher ab Sonntag, 25. November, mit eigenen Augen sehen können, welche Bautätigkeit in ihren Skulpturen steckt. Eine davon ist zusammengesetzt aus 360 Holzbrettern, die Weihs selbst gesägt hat, alle gleich breit, alle unterschiedlich lang. Von außen bilden sie einen auf dem Boden stehenden Quader, in ihrem Inneren ist ein strukturreicher Raum mit unzähligen rechten Winkeln, in den der Betrachter geradezu eintauchen kann. Die Bauzeit in einem Nebenraum des Kürten-Hauses betrug drei Stunden.

Ausstellung

Kunst von Helga Weihs ab 25. November

Die Ausstellung „truss“ mit Werken von Helga Weihs ist ab Sonntag, 25. November, in den Räumen der Carlernst-Kürten-Stiftung zu sehen. Adresse: Hammer Straße 175 Ausstellungseröffnung um 11 Uhr Ausstellung geöffnet bis 24. Februar 2019 Öffnungszeiten: mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr

Die Auseinandersetzung mit Raum und Innenraum ist auch prägend für weitere Werke, die Weihs in Alte Heide zeigt, darunter auch dreidimensional wirkende Zeichnungen, die sie bisher noch nirgends ausgestellt hat. Weihs nennt ihre Werkschau „truss“, nach dem englischen Begriff für Sparren oder Dachstuhl. Diese Holzelemente werden beim Hausbau hochkant aufgelegt, ebenso verfährt Helga Weihs bei einigen ihrer großformatigen Kunstwerke aus Holz.

Kontakt zur Stiftung: Tel. (02303) 9839443; info@carlernst-kuerten-stiftung.de
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