Neues Haus soll Angebote der Sozialpädagogischen Initiative Unna bündeln

dzUmbaupläne

Die SPI ist nicht nur ein wichtiger Kindergartenträger für den Kreis, sondern engagiert sich auch in der OGS-Arbeit und berät Familien. Künftig soll es eine zentrale Anlaufstelle geben.

Unna

, 26.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es sind ehrgeizige Pläne, die die Sozialpädagogische Initiative Unna (SPI) verfolgt: An der Hertingerstraße 95 will sie eine Beratungsstelle und Begegnungsstätte für Familien mit sozialen Schwierigkeiten und Kindern mit Behinderungen schaffen. Dabei erfährt sie große Unterstützung.

Jüngstes Beispiel ist ein Beschluss der Stiftung Wohlfahrtspflege, das Projekt mit 468.800 Euro zu fördern. Die Freude über diese Zusage ist beim SPI-Vorsitzenden Joachim Brennecke und der Diplom-Sozialpädagogin Yvonne Gutzeit natürlich riesig, rechnet die SPI doch mit Gesamtkosten von etwa einer Million Euro. Vor der Stiftung hatte bereits die Aktion Mensch erklärt, den umfänglich barrierefreien Umbau mit 300.000 Euro zu unterstützen. Noch offen ist ein Förderantrag bei einer weiteren Stiftung – dort stehen 50.000 Euro in Aussicht.

Hauskauf statt Neubau

Die Idee, die vielen Angebote der SPI an einer zentralen Stelle zusammenzuführen, gibt es schon länger. Der Verband hatte zunächst in Erwägung gezogen, im Zuge des Neubaus der Grundschule am Hertinger Tor Räume zu schaffen. Die Stadtverwaltung habe dann aber Abstand von dieser Idee genommen, erinnert sich Joachim Brennecke.

Die Möglichkeit, das Haus an der Hertingerstraße 95 zu kaufen, habe sich recht plötzlich ergeben. Dort war früher eine Zahnarztpraxis mit Dentallabor, außerdem ist dort noch eine Psychotherapiepraxis angesiedelt. „Die wird allerdings auch ausziehen, sodass wir dann frei über das Gebäude verfügen können“, sagt Brennecke.

Baubeginn im Februar 2020

Ein Architekt hat bereits Pläne für den Umbau erstellt, der im Februar 2020 beginnen soll. Nach etwa elf Monaten Bauzeit soll das Gebäude dann Ende desselben Jahres endgültig bezogen werden. Schon jetzt findet ein Teil der SPI-Arbeit an der Hertingerstraße 95 statt.

Förderungen wurden nur möglich, weil ein umfassend barrierefreier Umbau geplant ist. „Das bedeutet, dass dann wirklich jeder Raum barrierefrei zu erreichen ist“, erläutert Yvonne Gutzeit. Bislang kann man davon nur träumen. Wer in das Gebäude will, muss Treppen überwinden. „Für den Eingangsbereich ist eine Rampenlösung vorgesehen“, erklärt Brennecke. Die deutlichste Veränderung aber wird der Aufzug sein, der an das Haus angebaut werden soll. Er wird den Glaskasten ersetzen, durch den derzeit noch der Zugang zu den SPI-Räumen erfolgt. Künftig soll Inklusion nicht nur in der Arbeit in Kitas, an Grundschulen und in Familien, sondern auch im eigenen Haus gelebt werden.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Trinkhallen

Wenn der Kiosk in Unna nicht zum Denkmal werden soll, muss er vegane Süßigkeiten anbieten

Hellweger Anzeiger Weinfreunde vom Hellweg

Halbtrocken bis feinherb: Weinfreunde erkunden die überraschende Vielfalt des Messweins

Meistgelesen