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Bis an den Autobahnen rund ums Kreuz Dortmund/Unna gebaut wird, vergehen noch Jahre. Die Planung aber wird nun konkreter. Neuer Lärmschutz muss stellenweise niedriger ausfallen als gedacht.

Unna

, 11.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Was den Neubau des Autobahnkreuzes Dortmund/Unna und die Erweiterung der Autobahn 44 angeht, wird bisher nur Papier bewegt. Das Millionenprojekt, mit dem der Autobahnknotenpunkt leistungsfähiger auch für zukünftige Verkehre werden soll, befindet sich mitten in einem Planfeststellungsverfahren.

Vor rund einem Dreivierteljahr hatte es eine mehrtägige Erörterungsveranstaltung in Unna gegeben, bei der von dem Bauprojekt Betroffene sich informieren oder Einwände an die Planer von Straßen NRW richten konnten. Danach mussten sich die Verantwortlichen mit einigen Problemen beschäftigen. Nun machen sie die vorgeschlagenen Lösungen öffentlich.

Behörden informieren

Unterlagen einsehbar im Rathaus und im Internet

Die abgeänderten Planunterlagen für den Ausbau der A44 einschließlich des Autobahnkreuzes bis zur Anschlussstelle Unna-Ost liegen derzeit zur allgemeinen Einsichtnahme im Unnaer Rathaus aus. Wer Interesse hat, kann die Zeichnungen und Erläuterungen noch bis zum 4. Februar im Bereich Bauleitplanung studieren, Raum 310a. Die Unterlagen stehen auch im Internet zur Verfügung unter diesem Link. Einwendungen gegen die Änderungen in den Entwürfen können bis spätestens 4. März dieses Jahres an die Stadt Unna oder die Bezirksregierung Arnsberg geschickt werden.

Sie betreffen vor allem den Lärmschutz, der an einigen Stellen angepasst werden muss. Quer über die Autobahn 1 verläuft unmittelbar neben dem heutigen Autobahnkreuz eine Hochspannungsfreileitung. Was die Autobahnplaner bisher an Aus- und Umbauten geplant hatten, verlief teilweise in den Schutzstreifen dieser Stromleitung. Jetzt soll die Planung angepasst werden, und das betrifft den Lärmschutz. Im Zuge des Umbaus des Kreuzes sollen Lärmschutzanlagen gebaut werden, die die meisten Anwohner spürbar besser vor dem Straßenlärm schützen sollen, als das bisher der Fall ist. Die Anlagen müssen aber nun niedriger sein oder anders ausfallen, damit es keine Schwierigkeiten mit der Stromleitung gibt.

Lärmschutz teils sieben Meter niedriger

Nordwestlich des Kreuzes soll eine Lärmschutzwand gebaut werden, nun fünf Meter hoch anstatt acht Meter auf einer Länge von 40 Metern. Ähnlich nordöstlich des Kreuzes der Lärmschutz, von dem der Kastanienhof profitieren soll: Nach wie vor soll ein Erdwall errichtet werden, auf dem zusätzlich eine Lärmschutzwand steht. Ein rund 40 Meter langes Stück dieser Anlage soll nach neuestem Stand insgesamt sieben Meter niedriger werden. In der Planung schrumpft der Wall dort von 15 auf elf Meter Höhe, die Wand von sechs auf drei Meter. Auch an der östlichen Seite der A1 in Höhe der Eisenbahnlinie Holzwickede-Unna soll ein rund 170 Meter langes Stück Lärmschutzwand von sechs auf fünf Meter Höhe verringert werden. Weitere Schallschutzanlagen werden verändert oder mit mehr Abstand zur Hochspannungsleitung geplant.

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Es soll nicht viel lauter werden

Nach den Berechnungen der Planer sollen sich diese Anpassungen nicht gravierend auf die Anlieger auswirken. An einzelnen Gebäuden soll die Veränderung an den Wänden eine Lärmpegelerhöhung um rund 1 Dezibel ergeben. An diesen Gebäuden würden aber ohnehin schon trotz des neuen Lärmschutzes Grenzwerte überschritten, erklärt Oscar Santos, Sprecher von Straßen NRW. Die Anwohner dort hätten deswegen Anspruch auf passiven Lärmschutz. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel Zuschüsse für besonders schalldichte Fenster bekommen sollen. Dieser Anspruch gilt für insgesamt 119 Gebäude, und mit dieser Größenordnung rechneten die Planer auch schon mit den ursprünglich vorgesehenen Lärmschutzanlagen.

Weniger Platzverbrauch an der A44

Im Verlauf der A44 weiter im Osten sollen geplante Lärmschutzanlagen verändert werden, sodass sie weniger Fläche verbrauchen. So hatten sich Anlieger in der Nähe der Hertingerstraße beschwert, weil die breitere Autobahn näher an ihr Grundstück heranrückt und obendrein ein Lärmschutzwall bis in den Garten ragen würde. Der Wall war zunächst 15 Meter hoch geplant. Bei geringerer Höhe kann er am Fuß schmaler werden: Nun ist der Wall mit zwölf Metern Höhe vorgesehen, und er soll eine drei Meter hohe Lärmschutzwand tragen. Die Gesamthöhe verändert sich also nicht, der Abstand zu den Grundstücken wird aber geringer. Auch auf der anderen, der südlichen Seite der A44 sollen teils Wallanlagen durch Wände ersetzt werden. Grundsätzlich gelte, dass eine Wand teurer sei als ein Wall, sagt Santos. Durch die Anpassungen würden die Kosten für das Gesamtprojekt aber voraussichtlich nur geringfügig steigen.

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