Natur in Unna

Neuer Bienenstand in Unna hat eine berühmte Namenspatin

Das BVB-Maskottchen Emma war jetzt in Unna, um die Eröffnung eines neuen Bienenstandes vorzunehmen. Der trägt ab jetzt ihren Namen. Hinter dem Spaß steckt ein sehr ernst gemeintes Projekt.
Das BVB-Maskottchen, die Biene Emma, eröffnete den neuen Bienenstand an der Platanenallee inmitten der Berufskollegs, indem sie das Absperrband durchschnitt. © Marcel Drawe

Inmitten der Berufkollegs in Unna ist jetzt ein besonderes Projekt verwirklicht worden. Der neue Bienenstand des Hellweg-Berufskolleg, der zwischen der Metallwerkstatt und dem Hansa-Berufskolleg errichtet wurde, soll der Natur helfen. Es geht nämlich nur am Rande um Honig.

Nachhaltiges Projekt wird Teil des Unterrichts

Die Idee entstand bereits vor zwei Jahren. Schülerinnen und Schüler haben das Projekt umgesetzt – dabei fielen sowohl Aufgaben für die Holz- wie auch für die Metallwerkstatt an. Den Lehrerinnen und Lehrern geht es darum, die jungen Leute für Umwelt- und Naturschutz zu sensibiliseren und zu begeistern. Der Bienenstand soll auch künftig Teil des Unterrichts werden – mit Bienen als Teil der Schöpfung in Religion und natürlich auch in Verbindung mit der Pflanzenwelt in den Naturwissenschaften. Außerdem kann der Bienenstand noch ausgebaut werden, denn es geht weniger um Honig als vielmehr um den Schutz von Wildbienen.

Die fleißigen Honigbienen tragen Pollen in die Bienenkästen von Maik Baranowski. Ein Ablegervolk soll auf Dauer an der Schule bleiben. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Mike Baranowski ist nicht nur Werkstattmeister in der Metallwerkstatt, sondern auch Hobbyimker. Er hat ein paar Bienenkästen zur Verfügung gestellt und möchte, dass ein Ablegervolk auch dauerhaft an der Schule bleibt. Er kennt aber auch das Leben der Wildbienen sehr genau und weiß um deren Nöte. Das Aufräumen in der Landschaft, in der Landwirtschaft und in den Städten raube den Tieren nicht nur Nahrung, sondern auch Nistmöglichkeiten, erklärt er. Und so sind in dem massiven Ständerwerk, das Tischlermeister Ludger Schütte mit Jugendlichen in der Schulwerkstatt gebaut hat, allerhand natürliche Elemente mit unendlich vielen Schlupflöchern integriert.

Vor allem Wildbienen sollen am Bienenstand des Hellweg-Berufskollegs Nistmöglichkeiten finden. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Die Röhren mit den größeren Öffnungen sind zum Großteil leer, doch die Deckel auf den kleineren Röhren verraten, dass in ihnen eine neue Generation von Wildbienen heranwächst. Die großen Röhren werden vor allem von frühen Bienen genutzt. Je älter das wird, desto kleiner werden die Bienen. Das wenig bienenfreundliche Frühjahr mit viel Kälte lässt sich an den leergebliebenen Röhren ablesen.

Die Biene Emma, hier mit Maik Baranowski (Mitte) und Matthias Rodax, freut sich, dass auch ihre kleineren Artgenossinnen Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Das gilt besonders für die gefährdeten Wildbienen-Arten. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Mit dem BVB-Maskottchen, der Biene Emma, hat sich zudem eine berühmte Namensgeberin gefunden. Sie war bei der Eröffnung vor Ort, durchtrennte das Absperrband und stand natürlich für viele Fotos bereit. In die Bienenkästen von Maik Baranowski passte sie aber nicht.

Das Bienenjahr endet meist schon Ende Juli

Immerhin bekam sie aber ein Glas Honig, den die Sommertracht ist schon eingefahren. „Mit dem Ende der Lindenblüte endet fast überall im Ruhrgebiet Ende Juli auch schon das Bienenjahr“, weiß Baranowski. Die Bienen werden dann mit Zuckerwasser ernährt, damit sie gesund bleiben und den Winter gut überstehen.

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