Der Verkehr auf der Hammer Straße sei zu schnell und zu laut, meinen Anwohner. Nun gibt es offenbar endlich Chancen, dass die Stadt ihnen mit einem Tempolimit helfen kann. © Archiv

Neue Verkehrszählung weckt Hoffnung auf Tempo 30

Um mehr Ruhe vor dem Verkehr ringen Anwohner der Hammer Straße in Unna seit Jahren, bisher ohne irgendein Ergebnis. Jetzt keimt neue Hoffnung auf.

Wie auf einigen anderen Straßen in Unna sorgt auf der Hammer Straße der Verkehr für Störungen und Erschütterungen. Beschwerden von Anwohnern über Lärm und Gebäudeschäden haben bisher kaum etwas bewirkt. Jetzt gibt es neue Hoffnung auf ein Tempolimit.

Besonders die nächtlichen Ruhestörungen seien unerträglich, hieß es zuletzt im November von Anwohner Mario Schwiderowski. Seinerzeit hatte er einen Antrag öffentlich gemacht: Mit Unterschriften mehrerer Nachbarn untermauerte er die Forderung nach mehr Ruhe.

Stadt wertet neue Verkehrszählung aus

Jetzt gibt es die bisher größte Chance, dass tatsächlich etwas passiert. Die Stadt Unna arbeitet an der Fortschreibung des Lärmaktionsplans. Im Zuge dieser Planung war bereits für andere Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 angeordnet worden, für diesen Teil der Hammer Straße aber nicht.

Bürgermeisterreferent Oliver Böer bestätigte jetzt gegenüber unserer Redaktion, dass es eine neue Verkehrszählung gegeben habe. Die Ergebnisse seien gerade im Rathaus angekommen. Eine erste Prüfung der Zahlen ergebe Anhaltspunkte, dass die Stadt mit dem Lärmschutzargument das Tempolimit möglicherweise durchsetzen kann. Bisher hatte sich Straßen NRW dagegen ausgesprochen.

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Redaktion Unna
Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf