Neue Testung auf Schadstoffe: Kita im Kurpark ab Dienstag vorsorglich geschlossen

dzAsbestverdacht

Nach neuen Hinweisen auf eine mögliche Asbestbelastung auf dem Gelände bleibt die Kita im Kurpark vorsorglich ab Dienstag geschlossen. Jetzt sollen neue Proben genommen werden.

Königsborn

, 24.08.2020, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kita „Kurparkwichtel“ im Königsborner Kurpark schließt vorsorglich. Nachdem infolge des Brandes der Tennishalle Anfang August keine Belastung durch Asbest oder andere gesundheitsgefährdende Stoffe durch das Landesumweltamt festgestellt wurde, liegen nun neue Hinweise der Behörden vor. Diese haben den Evangelischen Kirchenkreis dazu veranlasst, weitere Proben in und am Gebäude vorzunehmen zu lassen. Bis die Ergebnisse vorliegen, bleibt die Kita geschlossen.

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Ob durch die Arbeiten an der Tennishalle oder durch den starken Wind der letzten Tage: Es gibt Anzeichen für das Vorhandensein von Asbestrückständen auch auf dem Kita-Gelände, wie der Evangelische Kirchenkreis am Montagabend mitteilte. Bei einer erneuten Begehung mit der Stadt und dem Jugendamt sei die neue Sachlage am Montag besprochen worden.

„Ab Mittwoch hoffen wir, allen Eltern, die dringend Betreuungsbedarf haben, Ersatz in anderen Einrichtungen anbieten zu können.“
Hermann Schiefer, Geschäftsführer des evangelischen Kindergartenwerkes

„Dabei hat sich herausgestellt, dass sich durch die Veränderung des Wetters und den Beginn der Bauarbeiten die Schadstoffe ausgebreitet haben könnten“, erklärt Dietrich Schneider, Pressesprecher des Evangelischen Kirchenkreises. Auch sei es möglich, dass Partikel über Schuhe in die Einrichtung gebracht worden seien. Der Träger der Einrichtung wolle dieses Risiko nun ausschließen, weshalb er die Belastung erneut überprüfen lässt.

Ergebnisse der neuen Proben absehbar Ende der Woche

„Zur Sicherheit der Kinder, der Eltern und der Mitarbeitenden müssen wir die Einrichtung schließen, bis wir ein Ergebnis haben“, teilte Hermann Schiefer, Geschäftsführer des evangelischen Kindergartenwerkes mit. Dieses solle voraussichtlich Ende der Woche bereit liegen. In gewisser Weise sei die Notwendigkeit der erneuten Untersuchung zwar ein Schock, „aber es kann auch gut sein, dass am Freitag die Entwarnung folgt. Da ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen“, so Pressesprecher Schneider.

Keine Betreuung am Dienstag

Die Schließung sei in enger Absprache mit dem Jugendamt der Kreisstadt Unna vorgenommen worden. Da sich die Situation erst am Montagnachmittag abgezeichnet habe, bliebe die Einrichtung am Dienstag ersatzlos geschlossen. Es habe keine Möglichkeit gegeben, so schnell eine andere Unterbringung zu finden. Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten falle auch die Möglichkeit der Betreuung einer Notgruppe vor Ort weg. Schiefer bittet die Eltern um Verständnis und stellt in Aussicht: „Ab Mittwoch hoffen wir, allen Eltern, die dringend Betreuungsbedarf haben, Ersatz in anderen Einrichtungen anbieten zu können.“

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