Die Meisterkonzerte des Musikvereins zählen zu den hochkarätigsten in der Region. Doch auch mit dem eigenen Chor steuert der Verein in der kommenden Saison interessante Konzerte bei.

Unna

, 30.08.2019, 13:09 Uhr / Lesedauer: 3 min

Eine bunte Mischung verschiedener Klangwerkzeuge ist es in jedem Fall, die der Musikverein Unna mit seinem Konzertprogramm 2019/20 anbietet. Klassische Kammermusikbesetzungen, aber auch ein Abend für das Akkordeon, junge und vielversprechende Musiker von Morgen, aber mit Stefan Temmingh auch ein echter Start von heute werden auf der Bühne der Stadthalle stehen.

Ambitioniert und gewagt sind auch die Programme, die der vereinseigene Konzertchor mit seinen Partnern einstudiert. Die beiden Chorkonzerte dürften den Menschen ausgesprochen nahegehen.

1. Meisterkonzert: Solo für Akkordeon

Meisterkonzerte des Musikvereins stehen für anspruchsvolle Kammermusik. Das Akkordeon tut dies im Allgemeinen nicht. Und doch lassen sich auf dem Handzuginstrument auch Werke großer Komponisten virtuos interpretieren.

Die aus der Ukraine stammende Musikerin Tetiana Muchychka wird dies zum Auftakt der Meisterreihe am Sonntag, 6. Oktober, um 18 Uhr in der Stadthalle zeigen. Ihr Programm spannt einen Bogen vom Barock bis in die Neuzeit. Bach, Mozart, Haydn und auch ein paar noch lebende Komponisten liefern der Akkordeonspielerin den Stoff für ihre Arbeit.

Junge Meister und ein echter Star der klassischen Musik treten in Unna auf

Tetiana Muchychka spielt im ersten Meisterkonzert der neuen Spielzeit auf ihrem Akkordeon. © Tetiana Muchychka

Chorkonzert stimmt ein auf die Trauerwochen im Herbst

Zwischen Trauer und Hoffnung bewegt sich der Konzertchor des Musikvereins mit seinem Chorkonzert am 10. Oktober um 19.30 Uhr in der Katharinenkirche.

Zwei Hauptwerke kommen dabei zur Aufführung: Reinhard Fehlings „Ausgerechnet Fritz Beda“ vertont Gedichte des jüdischen Librettisten und Schlagertexters Fritz Löhner-Beda, der sein Leben im Konzentrationslager Buchenwald verlor. Dan Forrest „Requiem for the Living“ leitet von der Idee der Trauer- zur Trostmusik über.

2. Meisterkonzert: Die Klarinette darf die „erste Geige“ spielen

Die Klarinette ist ein Instrument aus dem klassischen Orchestersatz, steht aber selten im Vordergrund. Innerhalb der Meisterreihe des Musikvereins zählt sie daher zu den selten gehörten Klangerzeugern, und dass sie so prominent platziert wird wie im 2. Meisterkonzert der aktuellen Reihe, beschreibt die Vereinsvorsitzende Bettina Großebüter sogar als Premiere: Armin-Thomas Khihel an der Klarinette und Barbara Squinzani am Klavier gestalten das Konzert am 24. November um 18 Uhr in der Stadthalle mit Werken unter anderem von Mozart, Carl Maria von Weber und Franci Poulenc.

3. Meisterkonzert: Klavier und nichts anderes

Klavier. Einfach nur Klavier – das mag die reinste und höchste Form der Kammermusik sein. Für das 3. Meisterkonzert am 26. Januar um 18 Uhr hat der Musikverein Knut Hanßen gewonnen, der sich einer ebenso klassischen Werkauswahl.

„Klassisch“ meint dabei keinen Epochenbegriff: Stücke von Bach und Beethoven, aber auch Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ spannen den Bogen vom Barock bis zur modernen Programmmusik.

4. Meisterkonzert: Stefan Temmingh und der Zauber der Flöte

Stefan Temminghs Auftritt am 16. Februar um 18 Uhr in der Stadthalle ist das einzige unter den fünf Meisterkonzerten, für das sich der Musikverein nicht am Katalog von „Best of NRW“ bedient hat.

Der Blockflötist gehört zu den persönlichen Wunschkandidaten der Musikvereinsvorsitzenden Bettina Großebüter: Der junge und gut aussehende Südafrikaner zählt zum einen zu den jungen Stars, die die Zugkraft haben, um auch neue Publikumsgruppen an die Musik vergangener Epochen heranzuführen. Zudem hat er einen maßgeblichen Anteil daran, einem lange Zeit missachteten Instrument wieder Geltung zu verschaffen: Der Blockflöte. Auf ihr interpretiert er zusammen mit dem Capricornus Consort aus Basel Werke von Antonio Vivaldi.

Chorkonzert: Geistliche Musik mit Bildmeditation in der Martinskirche

Franz Liszt hat in seinem Leben mehrere „Imagewechsel“ durchlaufen. Salonlöwe und Hexenmeister am Klavier. Erfinder der symphonischen Dichtung. Und schließlich auch Abbé und Komponist der Kirchenmusik.

Aus dieser Lebensphase stammt die Kantate „Via Crucis“, die der Chor des Musikvereins am 17. März um 19.30 Uhr – Achtung – in der Martinskirche aufführt. Zusammen mit einer Bildmeditation soll der Abend in der Kirche besondere Wege beschreiten, das Publikum anzusprechen.

5. Meisterkonzert: Die hohe Schule des Streichquartetts

Eine andere Spielweise der Kammermusik besteht darin, einfach Streicher unterschiedlicher Tonlagen nebeneinander zu stellen. Damit endet die Meisterkonzertreihe am 22. März um 18 Uhr in der Stadthalle: Mit zwei Geigen, einer Bratsche und einem Cello spielt das in Detmold gegründete Vigato Quartett Werke von Janácek, Robert Schumann und Beethoven.

Musikverein

Karten für Meister-
und Chorkonzerte

  • Karten für die Meisterkonzerte gibt es regulär in zwei Preiskategorien zu 15 und 18 Euro, ermäßigt für Schüler und Studenten für fünf Euro. Zudem gibt es Abonnements für fünf oder drei Konzerte.
  • Karten für die Chorkonzerte kosten je nach Kategorie 17 oder 20 Euro, mit Ermäßigung sechs.
  • Vorverkaufsstelle ist der i-Punkt im ZIB. An der Abendkasse gibt es die Karten nach Verfügbarkeit – oder nach verbindlicher Vorbestellung im Internet auf www.musikverein-unna.de.

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