Neue Kitaplätze für Unnaer Familien

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Unna hat mehr Kinder, als es vorhergesagt wurde. Eine Folge: Die Stadt muss immer mehr Kitaplätze schaffen. Am Donnerstag erfolgte der erste Spatenstich für einen Anbau an der Kita Erlenweg.

Unna

, 05.12.2019, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eltern haben einen Rechtsanspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder im Alter unter drei Jahren. Dem gerecht zu werden, hat sich die Stadt Unna auf die Fahnen geschrieben. Dafür muss gebaut werden – wie jetzt am Erlenweg in der Gartenvorstadt.

Kinder greifen zum Spaten

Am Donnerstag erfolgte der erste Spatenstich für einen zweigeschossigen Anbau an der dortigen Kita. Und es gibt wohl selten einen Bauauftakt, an dem so viele Menschen zum Spaten greifen. Neben Vertretern der Stadtverwaltung, der UKBS als Bauherr und der Sozialpädagogischen Initiative Unna (SPI) als Träger der Einrichtung durften nämlich auch viele Kindergartenkinder mitmachen. Ausgestattet mit kleinen, gelben Helmen eiferten sie Bob, dem Baumeister, nach.

Neue Kitaplätze für Unnaer Familien

Ein Schild mit Symbolcharakter: Gebaut wird am Erlenweg für die Kinder. Ab heute sind Kinder auf der Baustelle aber tabu. © Udo Hennes

Die Baustelle neben ihrer Kita soll nicht zur Belastung werden, sondern Spaß machen. Dass am Bauzaun ein Schild mit der Aufschrift „Betreten der Baustelle nur für Kinder“ hing, steht als Symbol dafür. Ab heute aber gilt auch am Erlenweg: Die Baustelle ist für Kinder tabu.

Die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgenossenschaft baut auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern ein massives Gebäude, das 32 Meter lang und 14 Meter breit sein wird. 422 Quadratmeter Nutzfläche entstehen so. Genutzt werden sollen die für die Betreuung von 35 Kindern in zwei Gruppen.

Neue Kitaplätze werden gebraucht

Neue Kitaplätze sind in Unna unverzichtbar – das machte Bürgermeister Werner Kolter in einer kurzen Rede deutlich. Er hob die Bedeutung Unnas als Familienstadt hervor und verwies auch auf den Rechtsanspruch der Eltern. Sein Dank galt natürlich der UKBS und der SPI. Auf solche Partner ist die Stadt angewiesen, will sie die großen Herausforderungen bei der Kinderbetreuung meistern.

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„Spätestens im November 2020 wollen wir hier erste Plätze anbieten“, kündigte er an. Bis dahin ist wahrlich noch viel zu tun. UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer nannte eindrucksvolle Zahlen: Bis zur Fertigstellung müssen etwa 500 Kubikmeter Mauerwerk, 678 Kubikmeter Stahlbeton und 28 Tonnen Baustahl verarbeitet werden. Die Gesamtkosten bezifferte Fischer mit etwa 1,3 Millionen Euro. Die UKBS will, soweit möglich, heimische Handwerksunternehmen mit den einzelnen Gewerken beauftragen.

„Mit der Erweiterung dieser Kindertagesstätte investieren wir in das Wichtigste, das wir haben: in die Chancen unserer Kinder und Jugendlichen“, erklärte UKBS-Aufsichtsratschef Theodor Rieke.

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