Kessebüren hofft auf neue Brücke an der Landwehr bis 2021

dzVerkehr

In Kessebüren darf wieder Hoffnung auf einen Weg über die Eisenbahnlinie an der Landwehr aufkommen. Stadt und Bahn haben sich auf einen Brückenbau geeinigt, der noch 2020 anlaufen könnte.

Kessebüren

, 14.02.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf eine neue Brücke an der Kessebürener Landwehr mussten die Menschen im Ort lange Warten: Ende 2011 war das Vorgängerbauwerk abgerissen worden. Angesichts bedenklicher Schäden war zuvor erst eine Tonnagebegrenzung verfügt worden, bevor schließlich auch Radfahrern und Fußgängern die Querung genommen wurde. Danach liefen zähe Verhandlungen zwischen Stadt und Bahn.

Heckmann verspricht Freigabefeier mit Fahrrad und Freibier

Dass sie nun auf ein Ziel zusteuern könnten, nannte auch Kessebürens Ortsvorsteher Gerhard Heckmann in einer Bürgerversammlung schwer glaubhaft. Doch es sei wohl so: Wenn alles gut laufe, könne der Bau im Herbst beginnen und nach neun Monaten Bauzeit im Sommer 2021 zum Abschluss kommen.

„Dann fahre ich zur Eröffnung mit dem Fahrrad darüber und gebe ein Fass Bier aus“, erklärte Heckmann ungeachtet der Ankündigung, dann gar nicht mehr Ortsvorsteher zu sein.

Jetzt lesen

Bei seiner vermutlich letzten Einwohnerversammlung in Kessebüren verlas der scheidende Heckmann eine E-Mail des Technischen Beigeordneten Jens Toschläger. Danach seien die Verträge mit der Bahn geschlossen und Fördermittel beantragt, deren Bewilligung Toschläger für den Mai dieses Jahres erwartet.

Parallel dazu erstelle ein Fachbüro derzeit ein Leistungsverzeichnis für die Arbeiten, mit dem im Juni die Ausschreibung des Bauauftrages anlaufen könne.

Ein Baubeginn im Herbst setze allerdings voraus, dass sich eine geeignete Firma für den Auftrag bewirbt, was angesichts der Baukonjunktur durchaus ein Thema sein könnte.

Baukosten klettern wohl über die Millionen-Grenze

Heckmann ergänzte zudem Informationen, nach denen die Baukosten nun über eine Million Euro betragen dürften, nachdem zuletzt noch von 800.000 Euro die Rede war. Grund dafür sei auch eine Auslegung der Brücke für 40-Tonner, deren Notwendigkeit im Ort durchaus angezweifelt wird.

Mit dem Neubau würde wieder eine direktere Verbindung aus dem Kessebürener Kernort hoch zum Haarstrang geschaffen, der Umweg über Frömern entfallen. Lange hingezogen hat sich der Naubau der Brücke auch deshalb, weil es zwischen Stadt und Bahn Uneinigkeit hinsichtlich der Verantwortung für die Kosten gegeben hat.

Die Bahn verwies zunächst drauf, dass alle Brücken über Bahnlinien inzwischen per Gesetz in die Hände derer gewechselt sind, deren Weg darüber führt. Die Stadt hielt dagegen, dass die Brücke über die Kessebürener Landwehr niemals in den abbruchreifen Zustand gelangt wäre, wenn sie bei dem Eigentümerwechsel nicht schon Vorschäden gehabt hätte.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Bäume gefällt
Gesunde Kastanien abgesägt: Rätselraten über Baumfällung am Kreishauskreisel
Hellweger Anzeiger Geschwister-Scholl-Gymnasium
Aussteiger berichten vor Schülern in Königsborn: So schnell werden Menschen radikal
Meistgelesen