Neben der alten Flüchtlingsunterkunft an der Kamener Straße ziehen Maurer zügig den Neubau hoch. Die Arbeiten liegen gut im Plan, was Kosten und Zeit angeht. © Udo Hennes
Kamener Straße

Neubau liegt im Plan, Stadt zieht Abriss der alten Unterkunft vor

Der Neubau der Unterkunft an der Kamener Straße liegt gut im Zeitplan. Die Stadt will den Abriss des Altbaus vorziehen, um mehr Platz auf der Baustelle zu haben.

An der Kamener Straße entsteht ein modernes Wohngebäude, das Menschen in unterschiedlichen Notlagen Unterkunft bieten soll. Die Arbeiten kommen gut voran. Die Verantwortlichen planen bereits den Abriss des Altbaus, obwohl darin noch jemand wohnt.

13 Wohneinheiten

Zügig ziehen Maurer den Neubau gegenüber der Glückauf-Kaserne hoch. Es entstehen 13 Wohneinheiten, die demnächst flexibel nutzbar sein sollen. Die Stadt Unna will in dem Gebäude Flüchtlinge unterbringen oder Menschen, die aus irgendeinem anderen Grund ihre Wohnung verloren haben und ein Dach über dem Kopf benötigen.

Abriss soll bald Platz schaffen

Das neue Wohnhaus entsteht direkt neben der vorhandenen Unterkunft. Inzwischen sucht die Stadt auch nach einer Firma, die das Altgebäude beseitigt. Stadtsprecher Christoph Ueberfeld bestätigte, dass die Bauarbeiten so gut im Zeitplan liegen, dass der Abriss vorgezogen werden soll. „Wir vergrößern damit unsere Bewegungsmöglichkeit auf der Baustelle.“

Er bestätigte auch, dass das vorhandene Wohngebäude noch nicht leergezogen sei. Da der Abriss gerade erst ausgeschrieben ist, werde es aber noch eine Weile dauern bis zur Umsetzung. Und für alle Noch-Bewohner werde rechtzeitig eine angemessene andere Unterkunft gesucht, versprach Ueberfeld.

Die Planer im Rathaus sind zuversichtlich, die alte Unterkunft bald nicht mehr zu benötigen. Für den Abriss wird eine Firma gesucht. © Udo Hennes © Udo Hennes

Im Rahmen sei das Bauprojekt auch, was die Kosten angeht. Nach jetzigem Stand sei davon auszugehen, dass es bei den im Vorfeld kalkulierten drei Millionen Euro bleiben werde.

Obdach für Menschen ohne ein Heim

Wie die Stadt Unna unserer Redaktion mitteilte, befinden sich aktuell 139 Personen als Asylbewerber oder als „Geduldete“ in Unna. 57 dieser Menschen leben demnach in städtischen Unterkünften, zu denen auch die Immobilie an der Kamener Straße gehört. In den Unterkünften sind weitere Personengruppen untergebracht, die als „Wohnungsnotfälle“ gelten, wo also eine Obachlosigkeit nicht auf andere Weise verhindert werden konnte als durch diese Unterbringung. Es sind Familien sowie obdachlose Frauen und Männer.

Wie viele Flüchtlinge die Stadt Unna aufzunehmen hat, richtet sich nach einer festgelegten Quote. Hinzu kommen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, für die das Unnaer Jugendamt gemäß einem Erlass zuständig ist. Da aus diesen Jugendlichen Erwachsene werden, rechnet die Stadt Unna damit, sie perspektivisch weiter unterbringen zu müssen.

Über den Autor
Redaktion Unna
Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf
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