Neubau der Liedbachtalbrücke kommt – ohne mehr Lärmschutz

dzPlanfeststellungsbeschluss liegt vor

Das Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Liedbachtalbrücke an der A1 ist abgeschlossen. Einwendungen gegen das Bauvorhaben, die vor allem weiteren Lärmschutz für die Anwohner forderten, wurden zurückgewiesen.

Unna

, 14.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Die Vorteile eines Neubaus der Autobahnbrücke über das Liedbachtal überwiegen die zu erwartenden Beeinträchtigungen für die Anwohner – zu diesem Schluss kommt der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Brücke, den die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde jetzt veröffentlicht hat. Die Liedbachtalbrücke gilt als extrem marode; auch umfangreiche Sanierungs- und Verstärkungsmaßnahmen in den Jahren 2014 und 2015 dienten lediglich der Ertüchtigung, damit die Brücke überhaupt weiter genutzt werden konnte.

Aufgrund des Zustands der Brücke gelten auf der A1 in diesem Bereich Einschränkungen wie ein LKW-Überholverbot, ein LKW-Mindestabstand und ein Verbot für genehmigungspflichtige Schwerlastverkehre. Zudem wird die Brücke jährlich überprüft.

Forderung nach mehr Lärmschutz abgewiesen

Nun liegt der Planfeststellungsbeschluss vor, der neben der Entscheidung über den Neubau auch die Begründung für den Neubau sowie die zu erwartenden Auswirkungen für Umwelt und Menschen aufführt. Auch die Entscheidungen über eingereichte Einwendungen und Stellungnahmen zu dem Neubau, die im Rahmen des Anhörungsverfahrens eingegangen sind, führt der Beschluss auf. Demnach werden sämtliche Einwendungen und Forderungen zurückgewiesen. Darunter sind Einwendungen von Bürgern, die die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Baumaßnahme infrage stellen ebenso wie Befürchtungen von „unzumutbaren Lärmeinwirkungen“ und Forderungen nach weiterem Lärmschutz.

In dem Planfeststellungsbeschluss kommt die Bezirksregierung Arnsberg zu dem Schluss, dass „eine nachhaltige Verschlechterung der Erholungs- und Freizeitfunktion des durch die Baumaßnahme berührten Umfeldes“ nicht zu erwarten sei. „Insgesamt stehen die zu erwartenden Beeinträchtigungen für den Menschen hinter den mit dem Ausbauvorhaben verbundenen Vorteilen zurück“, so das Fazit.

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