Eine stabile Internetverbindung ist entscheidend, wenn die Arbeit im Homeoffice funktionieren soll. Wenn immer wieder Netzausfälle auftreten, ist das für Arbeitnehmer und ihre Kunden gleichermaßen ärgerlich. © picture alliance/dpa
Schnelles Internet

Netzstörung im Homeoffice bringt Arbeitnehmer aus Unna zur Verzweiflung

Zwei Stunden lang keine Internetverbindung: Was zu „normalen“ Zeiten schon ärgerlich ist, bekommt im Homeoffice eine ernste Komponente. Ein Arbeitnehmer aus Unna ärgert sich über wiederholte Netzausfälle.

Arbeiten von Zuhause aus – das ist in diesen Zeiten mehr als erwünscht und steht auch auf der Agenda der Kanzlerin in ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten am Dienstag. Als IT-Fachmann hat Cornelius Blanke den idealen Beruf, um von Zuhause aus zu arbeiten – wenn die Internetleitung stabil wäre.

Freitagnachmittag war das Netz in Hemmerde auf einmal weg. „Da ging nichts mehr“, berichtet Cornelius Blanke von seinem Versuch, eine Videokonferenz abzuhalten, „das Netz war einfach weg“. Für Blanke, der als IT-Fachmann für die Großkundenbetreuung eines internationalen Logistikunternehmens tätig ist, ein Ding der Unmöglichkeit: „Ich brauche Videokonferenzen, um mit meinen Mitarbeiter und Kunden in Kontakt zu bleiben. Das ist auf Dauer über das Handynetz nicht möglich.“

„Am Dienstag beraten unsere Politiker darüber, wie man Homeoffice noch ausweiten kann. Und ich muss meinem Arbeitgeber erklären, dass ich nicht erreichbar bin? Das geht doch nicht.“

Cornelius Blanke, Arbeitnehmer aus Hemmerde im Homeoffice

Alternativ übers Handynetz eingewählt

Notgedrungen musste Blanke sich aber über die Mobilfunkverbindung seines Handys einwählen, um überhaupt weiter arbeiten zu können. „Das ist alles andere als ideal.“ Zumal Blanke einen Glasfaseranschluss Zuhause hat, über den der Netzanbieter Helinet ihm eigentlich eine sichere Verbindung liefern sollte. Doch Freitagnachmittag brach die Internetverbindung zusammen – und das gleiche wiederholte sich am Montagmittag. „Von 12 bis kurz vor 14 war hier wieder alles weg“, erzählt Blanke, „da war es Glück, dass ich erst um 14 Uhr meine Teambesprechung hatte.“

Genauso wie sein Nachbar, der die gleichen Probleme erlebte, ist Cornelius Blanke vom Fach und sich sicher: „Diese technischen Probleme haben nichts mit der Leitung, die die Stadtwerke verlegt haben, zu tun. Das sind offenbar Routerprobleme.“ Blanke ärgert sich: „Am Dienstag beraten unsere Politiker darüber, wie man Homeoffice noch ausweiten kann. Und ich muss meinem Arbeitgeber erklären, dass ich nicht erreichbar bin? Das geht doch nicht.“

Helinet hat Server ausgetauscht

Helinet bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, dass es am Freitag und Montag Störungen gegeben habe. „Wir haben Störungsmeldungen aus den Bereichen Unna, Bönen und teilweise auch Kamen erhalten, dass die Verbindungsqualität beeinträchtigt war und es teilweise nur eine einseitige Verbindung gab“, sagt Martin Köster von Helinet.

Am Montag habe man daraufhin den Server ausgetauscht – damit waren die Probleme behoben, das bestätigt auch Cornelius Blanke. Er würde sich wünschen, dass dies nun auch so bleibt. Denn seine Firma hat die klare Order ausgegeben, dass die Mitarbeiter von Zuhause arbeiten sollen: „Da wäre es wünschenswert, wenn das Netz mal länger als 48 Stunden funktionieren würde.“

Über die Autorin
Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd
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