Naturschutzverbände werden an Plänen für neuen Bornekampteich in Unna beteiligt

dzNatur

Mitte des kommenden Jahres könnte eine Genehmigung für den Neubau des ersten Bornekampteichs vorliegen. Im Januar sollen sich nun zunächst die Naturschutzverbände äußern können.

Unna

, 13.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für den Neubau des ersten Bornekampteiches liegt mittlerweile eine Entwurfsplanung vor. Dies sagte Ferdinand Blex, technischer Betriebsleiter der Stadtbetriebe, im Betriebsausschuss am Dienstag. „Das beauftragte Ingenieursbüro hat die Pläne vorgelegt und zur Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde gegeben“, so Blex.

Damit liegt der Ball nun im Spielfeld des Kreises Unna. Er wird nun in Kürze in seiner Funktion als untere Naturschutzbehörde zu einem Beteiligungstermin einladen. „Es soll noch im Januar einen solchen Termin mit den ehrenamtlichen Naturschutzverbänden geben“, kündigte Blex an.

Sollte es aus den Reihen der Naturschützer Zustimmung zu der Entwurfsplanung geben, dann kann der Neubau des Teiches in das Genehmigungsverfahren gehen. „Wir gehen davon aus, dass wir ein Plangenehmigungsverfahren und kein Planfeststellungsverfahren machen können. Dann könnte bis Mitte des Jahres eine Neubau-Genehmigung vorliegen“, so Blex.

Was ist was?

Plangenehmigungs- vs. Planfeststellungsverfahren

  • Bevor der Teich neu gebaut werden kann, muss die Baumaßnahme genehmigt werden. Dies geschieht im Rahmen eines sogenannten Planfeststellungsverfahrens.
  • Bei diesem Verfahren gibt es eine einfachere Variante. Sie heißt Plangenehmigung. Die Plangenehmigung wird ohne Öffentlichkeitsbeteiligung, die Beteiligung der anerkannten Naturschutzverbände und Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt.
  • Diese einfachere Variante der Genehmigung ist denkbar, wenn die Rechte anderer nicht beeinträchtigt werden oder die Betroffenen sich mit der Inanspruchnahme ihres Eigentums einverstanden erklären.

Die Stadtbetriebe hatten vor gut einem Jahr den Arbeitsauftrag erhalten, einen Neubau des maroden Teiches zu prüfen. Der Zierteich besteht heute aus einem mit Folie abgedichteten Becken und wird durch eine Aufstauung des Kortelbaches gespeist.

Die viele Jahrzehnte alte Teichfolie ist allerdings undicht und inzwischen so brüchig, dass Reparaturversuche die Schäden nur noch vergrößern. Bei einem Neubau müssen Teichbecken und Bachlauf voneinander getrennt werden, weil die Aufstauung nicht mit dem heutigen Gewässerrecht vereinbar ist.

400.000 Euro wurden für den Neubau des beliebten Teiches bereits zurückgestellt. Pläne, den undichten Teich „abzureißen“ und stattdessen eine ökologisch wertvolle Wiesenlandschaft an seinem Standort entstehen zu lassen, waren im Frühjahr gescheitert. Die FDP-Fraktion hatte dies gefordert.

Die Bedeutung des Teiches war zuvor durch eine Unterschriftensammlung der Oberstadt-Ortsvorsteherin Ingrid Kroll (SPD) deutlich geworden. Über 1500 Unnaer unterschrieben für einen Erhalt und Neubau des Teiches.

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