Unna als Drehscheibe für eine Reise in die Welt der Lichtkunst

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Eine faszinierende Reise durch die Dunkelheit konnten am Samstag die Teilnehmer der vierten Nacht der Lichtkunst erleben. In Unna und der Region lockten leuchtende Kunstwerke und vielfältige Aktionen.

von Sebastian Pähler

Unna

, 29.09.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von Lünen bis Lippstadt, zwischen Ahlen und Schwerte lockten Installationen und Aktionen, die das Publikum mit dem Spiel von Licht und Schatten verzauberten. Dabei durfte Unna mit dem Zentrum für internationale Lichtkunst natürlich nicht fehlen. Viele Gruppen aus den anderen Teilnehmerstädten fanden bei den Lichtreisen in der Region ihren Weg hierher. An der Lindenbrauerei startete die Familientour nach Schwerte und Lünen, und eine weitere Gruppe brach zur Lichtpromenade nach Lippstadt auf.

Unna als Drehscheibe für eine Reise in die Welt der Lichtkunst

In die ganze Region und bis nach Lippstadt gingen die Lichtreisen, die an der Lindenbrauerei starteten. © Sebastian Pähler

Pechschwarze Dunkelheit

Im Lichtkunstzentrum konnten die Besucher in einer Kurzführung die Ausstellung kennenlernen. Dabei gab es neben der Dauerausstellung auch die Werke der drei Finalisten des Light Art Award 2019 zu sehen.

Selbstverständlich durften auch die Dämmerungsführungen nicht fehlen, bei denen in James Turrells Instalation „Third Breath“ im „Skyspace“ das wechselnde Licht des abendlichen Himmels in Szene gesetzt wurde.

Unna als Drehscheibe für eine Reise in die Welt der Lichtkunst

Den Blicken des Publikums entzogen sich die Musiker Arnold Marinissen und Katharina Gross. Denn die Performance „Pitch Dark“ von Giny Vos fand in fast absoluter Dunkelheit statt. © Sebastian Pähler

In völlige Dunkelheit tauchten die Besucher in der Performance von Giny Vos ein. „Pitch Dark“ lautete das Werk der Lichtkünstlerin, das den Säulenkeller des Lichtkunstzentrums in eine Installation verwandelte, in der die Zuschauerinnen und Zuschauer eine aktive Rolle spielten.

In der Dunkelheit wurden diese auf Sitzplätze geführt, wo sie der live gespielten Musik von Komponisten und Schlagzeuger Arnold Marinissen und Cellistin Katharina Gross lauschten. Auf die Klänge abgestimmt wurde der Raum mal mehr, mal weniger, aber niemals wirklich von verschiedenen Lichtquellen beleuchtet. Eine knappe Stunde dauerte das düstere Spektakel, bei dem sich die Musiker als die Darbietenden erst am Ende den Gästen offenbarten.

Unna als Drehscheibe für eine Reise in die Welt der Lichtkunst

Die Lichtgestalten des Walking Acts brachten die Teilnehmer von der Lindenbrauerei zum Kunstverein, der zum ersten Mal an der Nacht der Lichtkunst teilnahm. © Sebastian Pähler

Leuchtender Erstling

Auf dem Lindenplatz waren zu bestimmten Zeiten erleuchtete Gestalten zu sehen: Stelzenläuferinnen, die als Walking Act Interessierte zu einem ganz neuen Spielort mitnahmen. Zum ersten Mal beteiligte sich auch der Kunstverein mit einer Ausstellung in dessen Räumen an der Mühlenstraße an der Nacht der Lichtkunst. Da man mit Nikola Dicke dort derzeit selbst eine Künstlerin präsentiert, die mit Licht und im öffentlichen Raum arbeitet, bot sich diese verbindung an.

Angesichts des abgelegenen Ortes fanden nicht allzu viele Kunstfreunde ihren Weg hierher, doch wer den Kunstverein besuchte, fand dort eine schöne Ergänzung zur Nacht der Lichtkunst vor.

Unna als Drehscheibe für eine Reise in die Welt der Lichtkunst

Mit der Ausstellung von Lichtkünstlerin Nikola Dicke passte der Kunstverein hervorragend in das Programm der Nacht der Lichtkunst. © Sebastian Pähler

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