Die Impfungen mit Astrazeneca sind in Deutschland am Montag ausgesetzt worden. In zeitlicher Nähe zu der Impfung hatte es sieben Fälle von Thrombosen der Hirnvenen gegeben – bei mehr als 1,6 Millionen Astrazeneca-Impfungen in Deutschland insgesamt. © AFP
Astrazeneca

Nach Impfaussetzung: „Da hat man jetzt schon gemischte Gefühle“

Freitag wurden die ersten Grundschullehrer in Unna mit Astrazeneca geimpft, auch Jan Häcker war dabei. Der Konrektor der Schillerschule erzählt, was die Nachricht vom Impf-Stopp mit ihm macht.

Jan Häcker geht es gut. „Freitag und Samstag hat mein Körper auf die Impfung reagiert, das war schon heftiger als bei anderen Impfungen, aber Sonntag ging es mir schon wieder wunderbar“, erzählt der Konrektor der Schillerschule in Massen. Häcker gehörte mit zu den ersten Grundschullehrern, die am Freitag in der Stadthalle mit Astrazeneca geimpft wurden – jenem Impfstoff, für den die Bundesregierung jetzt einen Impf-Stopp angeordnet hat.

„Klar, hat man da gemischte Gefühle“, schildert Jan Häcker, was diese Nachricht mit ihm macht, „aber wenn man mit gesundem Menschenverstand rangeht und mal nachrechnet, über wie viele Fälle wir da reden, kann man auch wieder beruhigt sein.“ Von sieben bekannten Fällen von Thrombosen der Hirnvenen bei mehr als 1,6 Millionen Astrazeneca-Impfungen in Deutschland berichtete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag.

Jan Häcker gehörte zu den Lehrern, die sehr froh waren, jetzt schon die Impfung zu bekommen. Er fürchtet, dass viele Kollegen jetzt anders denken: „Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kollegen, die noch nicht geimpft sind, jetzt vorsichtiger sein werden, wenn Astrazeneca dann doch wieder geimpft werden darf. Die Unsicherheit hat sich massiv vergrößert.“

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Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd
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