Musikpreis im Geiste des Königs von Deutschland

dzRio-Reiser-Festival

Unter dem Motto „Willkommen“ spielten am vergangenen Samstag junge Musiker aus ganz Deutschland an der Lindenbrauerei um den Rio-Reiser-Songpreis.

Unna

, 19.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Zu Ehren des verstorbenen Musikers Rio Reiser veranstaltete die Lindenbrauerei Unna am Samstag zum siebten Mal das „Rio-Reiser-Fest“ auf dem Platz der Kulturen. Ab 17 Uhr konnten die Besucher der Musik von mehreren Jungmusikern, aber auch von etablierten Künstlern bis hin zu Stefan Jürgens zuhören. „Die Musiker spielen Musik im Sinne von Rio: Politisch kritisch und vom Herzen“, so beschreibt es Frank Gründer von der Lindenbrauerei.

Anlass des Festivals ist die Verleihung des Rio-Reiser-Songpreises. Der Preis wird an junge Musiker verliehen. Die Preisgelder sollen der Förderung ihrer Arbeit dienen. Seit Januar konnten sich Musiker mit einem Song bewerben. In diesem Jahr war das Motto „Willkommen“. Aus circa 40 Bands und Solokünstlern wurden schließlich insgesamt fünf Finalisten für den regionalen und nationalen Wettbewerb ausgewählt. Es gab dabei drei Voraussetzungen: Die Texte müssen selbst geschrieben sein. Die Texte müssen auf Deutsch sein. Der Künstler darf noch keine Platte veröffentlicht haben.

Der regionale Preis war mit 1500 Euro dotiert und wurde zwischen zwei Jungmusikern ausgespielt. Gegeneinander angetreten waren „Mina“, eine Band aus Unna, und Mario Siegesmund, Singer/Songwriter aus Hamm. Beide begeisterten das Publikum, allerdings entschied die Jury aus Künstlern, Musikproduzenten und Vertretern der Veranstalter zugunsten von „Mina“.

Im nationalen Wettbewerb traten drei Musiker gegeneinander an, davon eine Band. Zu gewinnen waren 3.500 Euro und ein Pokal, gestaltet vom Arthaus Nowodworski. Aufgetreten sind Sänger Florian Funke aus Wuppertal, die Berliner Band „Flinte“ und die Regensburger Solokünstlerin „Die Nowak“.

„In erster Linie soll die Musik den Leuten gefallen“, so beschreibt Siegerin „Die Nowak“ ihre Erwartungen an den Abend. Mit ihrem Song „Filter“ hatte sie sich für den Rio-Reiser Songpreis beworben. In dem Lied geht es darum, dass Menschen, die nicht willkommen sind, einen Filter aufsetzen, um dies auszublenden. „Ich finde es toll, dass man sich bei so einem Preis auch mit dem Text der Songs beschäftigt“, meint die Sängerin. Ihr Preisgeld geht in die Finanzierung ihrer ersten Platte.

Der Rio-Reiser-Songpreis war nicht das einzige musikalische Spektakel. Zwischen dem regionalen und nationalen Wettbewerb spielte das Berliner Rocktrio „Kicker Dibs“. Außerdem spielte im Anschluss Stefan Jürgens mit seinem Trio zusammen mit anderen Unnaer Musikern.

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