Mülltonnen blockieren Behindertenparkplätze an der Flügelstraße

dzBehindertenparkplätze

Kurze Wege zu Geschäften und viel Platz drum herum: So sollten Behindertenplätze eigentlich sein. Doch an der Flügelstraße sind die Parkplätze an sich oft blockiert.

Unna

, 25.07.2019 / Lesedauer: 3 min

„Ich musste schon mehrmals aussteigen und die leeren Tonnen wegräumen, bevor ich dort überhaupt parken konnte“ – so schildert ein Leser unserer Redaktion das, was er an der Flügelstraße erlebte. Regelmäßig bringt er seine Frau dort zur Therapie - und ist auf die dortigen Behindertenparkplätze angewiesen. Doch an den Abfuhrtagen der Müllabfuhr blockieren die geleerten Tonnen die Parkplätze.

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„Offenbar wird da nicht nachgedacht, wenn die Tonnen zurückgestellt werden. Die Parkplätze sind dadurch nicht nutzbar“, ärgert sich der Leser. Bei den Stadtbetrieben zeigt man sich betroffen – und verspricht sofortige Besserung. „Das kann wirklich nicht sein, da hat der Herr völlig recht. Ich werde das sofort mit den dort eingesetzten Mitarbeitern besprechen“, sagt Thomas Brüggemann, Bereichsleiter der Abfallwirtschaft bei den Stadtbetrieben.

Gute Erfahrungen mit den Stadtbetrieben

Dass Behindertenparkplätze zugestellt oder zugeparkt werden, ist kein neues Phänomen in Unna. Immer wieder weist der Vorsitzende des Behindertenbeirates, Christian Baran, auf derartige Fälle hin. Mit den Stadtbetrieben hat er dabei gute Erfahrungen gemacht: Als er vor einiger Zeit daraufhin wies, dass die Mülltonnen an Abfuhrtagen teilweise kreuz und quer über den Bürgersteig verteilt standen und dies nicht nur für Rollstuhlfahrer ein Hindernis darstelle, wurde sofort reagiert: Die Tonnen standen kurz nach seinem Hinweis nach der Leerung immer einheitlich auf einer Seite.

Autofahrer parken Behindertenparkplätze oft zu

Wesentlich uneinsichtiger scheinen da Autofahrer zu sein: Am Eingang der Fußgängerzone am Nordring ist am Fahrbahnrand deutlich erkennbar ein Behindertenparkplatz ausgewiesen – und ebenso deutlich weist ein Schild auf das absolute Parkverbot unmittelbar hinter dem Parkplatz hin. Doch große Wirkung scheint es nicht zu haben. Immer wieder parken dort Autos.

Christian Baran ärgert sich immer wieder darüber, dass viele Autofahrer offenbar gar nicht darüber nachdenken, was ihr Falschparken an dieser Stelle für Menschen mit einem Rollstuhl bedeutet: „Ich brauche hinter meinem Auto mindestens einen Meter Platz, um vernünftig mit dem Rollstuhl aus dem Auto zu kommen. Wie soll das gehen, wenn mich da einer zuparkt?“

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