Mountainbike-Strecke im Bornekamp ist abgerissen

dzStadt greift durch

Am Mountainbike-Treff im Bornekamp greifen die Behörden nun durch. Der „Rückbau“ der Rampen löst bei den Sportlern Bedauern aus. Eine Mutter drückt ihr Unverständnis aus.

Unna

, 05.09.2019, 14:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es könnte ein Katz- und Maus-Spiel daraus werden: Die Stadt Unna Unna hat nach Aufforderung durch den Kreis damit begonnen, die Schanzen und Kurvenverstärkungen im „Bombentrichter“ östlich von Billmerich abzubauen. Aber aus der Szene kommen trotzige Ankündigungen, neue Anlagen zu bauen. Noch scheinen die Mountainbiker den Geländeparcours nicht abgeschrieben zu haben. Aber gut ist die Stimmung wohl nicht.

Das hat auch eine ehemalige Unnaerin inzwischen festgestellt, die der Liebe wegen nach Salzburg gezogen ist, bei einem Heimatbesuch aber direkt mit der Problematik im Wäldchen nahe der Jakobsquelle konfrontiert worden ist. Die Familie von Dr. Melanie Algran ist durchweg für den Mountainbike-Sport begeistert und fährt daheim in Österreich in ausgewiesenen Anlagen. Nun wollte die Medizinerin ihren Kindern und ihrem Mann zeigen, was Unna in dieser Hinsicht zu bieten hat – und erlebte eine Enttäuschung.

Die Bauwerke, die die Szene selbst geschaffen hat, waren gerade frisch beseitigt. „Wir trafen eine große Gruppe Kinder unterschiedlichen Alters und eine junge Familie mit zwei Kindern, die mit ihren Bikes da waren und sehr betrübt dreinschauten“, berichtet Melanie Algran „Sie blickten kopfschüttelnd auf die Erdhaufen und fragten uns, warum die das alles kaputt gemacht haben.“

„Die“, das meint wohl die Stadt. Tatsächlich bestätigt das Rathaus, den „Rückbau“ der Anlagen betrieben zu haben. Die Stadt sei dazu vom Kreis Unna aufgefordert worden. Gründe dafür seien nachvollziehbar und vom Rathaus auch schon aufgezeigt worden: Der Parcours liegt im Landschaftsschutzgebiet.

Die Situation der Mountainbiker beschäftigt Behörden und Politik seit einigen Wochen. Die SPD hat das Rathaus dazu aufgefordert, Wege zu suchen, den Bikepark vielleicht nachträglich zu legalisieren. Die CDU hält dies für wahrscheinlich nicht möglich und regt daher die Suche nach einem Ersatzstandort an.

Geeignetes Grundstück ist schwer zu finden

Leicht wird diese Suche nicht. Ein für den Mountainbike-Sport geeignetes Grundstück müsste unbebaut sein, im Idealfall schon von Natur aus ein gewisses Geländeprofil aufweisen und eben nicht durch Landschafts- oder Naturschutz in seinen Nutzungsmöglichkeiten beschränkt. Schwierig würde die Nutzung vermutlich auch auf Geländen im Privateigentum – es sei denn, der Eigentümer lässt die Nutzung zu. Darin könnte ein Lösungsansatz liegen. Die CDU schlägt den Sportlern vor, einen Verein zu gründen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger „Abenteuer meines Lebens“

Mit dem Geländewagen durch Afrika: Unnaer qualifiziert sich für Landrover-Experience-Tour

Hellweger Anzeiger Mühle Bremme

Handelsexperte zum Rossmann-Umzug: Unna hat Platz für drei Drogerien im XL-Format

Hellweger Anzeiger Sponsorensuche

Unnas Innenstadt soll auch 2020 von der Blütenpracht üppiger Blumenkörbe geschmückt werden

Meistgelesen