Mit Video: Parkhaus Massener Straße bekommt mehr Licht und breitere Fahrspuren

dzVerkehr

Neue Entwässerungsrohre und frische Farbe hat das Parkhaus Massener Straße bereits bekommen - doch am meisten freuen dürften sich Autofahrer über etwas, das verschwunden ist.

Unna

, 16.06.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit über drei Monaten ist das Parkhaus Massener Straße geschlossen, um gründlich saniert zu werden. Vor allem die Entwässerung hatte in den vergangenen Jahren Probleme bereitet. Auch zahlreiche Korrosionsschäden an den Stahlträgern wurden bei einer Bauwerksprüfung 2018 festgestellt. Jetzt sind erste Teile der alten Wasserabläufe bereits ausgetauscht - und der Zeitplan für die Wiedereröffnung steht.

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„Wir planen weiterhin eine Wiedereröffnung im November“, sagt Ines Brüggemann, Geschäftsführerin der Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU), die das Parkhaus betreiben. Rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt sollten die 247 Parkplätze, von denen gut die Hälfte von Arbeitszeit- und Dauerparkern genutzt wird, wieder zur Verfügung stehen.

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Baustellenbesuch im Parkhaus Massener Straße

„Mit den Kanten der Schrammborde dürften schon viele Autofahrer beziehungsweise die Reifen ihrer Autos Bekanntschaft gemacht haben.“
Ines Brüggemann, Geschäftsführerin der WBU, die das Parkhaus betreiben

Im 2001 erbauten Parkhaus wird sich dann Einiges geändert haben: Während die neu geführten Entwässerungsleitungen von den allermeisten Besuchern des Parkhauses wohl kaum wahrgenommen werden, sind die Schrammborde etwas, das wohl jedem Nutzer positiv auffallen wird. Die gut 60 Zentimeter breiten Bordstein-ähnlichen Kanten an den Abfahrten sind nämlich nicht mehr da. „Das macht das Rangieren um die Ecken deutlich leichter“, erklärt Ines Brüggemann.

Platz, um zu Fuß vom Auto ins Treppenhaus zu kommen, gibt es natürlich weiterhin. Allerdings wird diese durch farbige Markierungen auf dem Boden gekennzeichnet und nicht mehr durch einen eigenen „Bordstein“. „Mit den Kanten der Schrammborde dürften schon viele Autofahrer beziehungsweise die Reifen ihrer Autos Bekanntschaft gemacht haben. Mit dem Entfernen der Schrammborde steigern wir den Komfort im Parkhaus“, sagt Brüggemann.

Links die alte Deckenfarbe, rechts die neue: Das Parkhaus soll insgesamt heller und freundlicher wirken.

Links die alte Deckenfarbe, rechts die neue: Das Parkhaus soll insgesamt heller und freundlicher wirken. © Marcel Drawe

Dazu gehört auch mehr Licht. Das wird im Parkhaus unter anderem durch einen neuen Anstrich unter den Decken erreicht. Heller und freundlicher soll das Parkhaus sein - und so auch ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Die Frage der Sicherheit stellte sich auch bei den Betonflächen: „Durch Tausalze und Feuchtigkeit gab es hier Schäden“, erklärt Bauingenieur Stefan Uhlig, „wir haben einzelne Stellen auf den Parkdecks geöffnet, um zu prüfen, ob es tiefer liegende Beschädigungen gibt. Das ist zum Glück nicht der Fall.“

Bauingenieur Stefan Uhlig zeigt eine Kernbohrung aus einer Etagen-Decke. Bei den Bohrungen wurden zum Glück keine tiefer liegenden Schäden festgestellt.

Bauingenieur Stefan Uhlig zeigt eine Kernbohrung aus einer Etagen-Decke. Bei den Bohrungen wurden zum Glück keine tiefer liegenden Schäden festgestellt. © Marcel Drawe

„Die Schäden beheben und die Ursachen bekämpfen“ - so fasst Uhlig die Maßnahmen am Parkhaus zusammen. „Die Entwässerung haben wir neu geplant, um zu verhindern, dass neue Schäden an der tragenden Stahlkonstruktion des Parkhauses entstehen.“ Die Kosten für die gesamte Sanierung liegen bei 1,3 Millionen Euro.

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