Mit Drogen erwischt: Vorbestrafte Angeklagte (20) mag ihre Richterin schon

dzVor Gericht

Mit ihrem Marihuana-Vorrat wurde eine Unnaerin von der Polizei erwischt. Die 20-Jährige stand nun vor Gericht. Beim Anblick der Jugendrichterin wechselten sich Wiedersehensfreude und schlechtes Gewissen ab.

von Sylvia Mönnig

Unna

, 29.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine junge Frau aus Unna wurde in der Fußgängerzone mit Drogen ertappt. Das brachte sie vor Gericht – nicht zum ersten Mal. Schwarzfahrten, Diebstähle und eine Körperverletzung – in ihrer Vergangenheit saß die junge Frau immer wieder auf der Anklagebank. Ihre Taten räumte sie stets ein und trug auch die Konsequenzen – unter anderem Arreste.

Der Jugendrichterin vertraute sie ohne Einschränkung. In den vergangenen Jahren wurde es dann ruhiger um die junge Frau. Umso ärgerlicher für sie war, was sich am Nachmittag des 21. Januar auf der Bahnhofstraße zutrug. Die 20-Jährige geriet in eine Kontrolle und dabei wurden 2,7 Gramm Marihuana und ein so genannter Zerkleinerer mit Cannabis-Anhaftungen in ihren Taschen entdeckt.

Unerlaubter Drogenbesitz wurde ihr nun zur Last gelegt und sie legte die Karten erneut sofort auf den Tisch. Die Angeklagte betonte, nur noch gelegentlich Drogen zu nehmen. Und nun wolle sie dafür sorgen, dass so etwas nicht mehr vorkomme. Mit Blick auf die Jugendrichterin erklärte sie: „Ich mag Sie gerne, aber ich hoffe, dass wir uns wirklich nicht wiedersehen.“ Das empfand die Angesprochene ähnlich. Das Verfahren endete mit 30 Sozialstunden und der Auflage, drei Gespräche bei der Suchthilfe wahrzunehmen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Evangelische Stadtkirche
Sanierungsstopp droht: Stadtkirche fehlt eine halbe Million Euro für ersten Bauabschnitt
Hellweger Anzeiger Coronavirus
„Teilweise steinzeitlich“: Welche Lehren der Kreis Unna aus der Corona-Pandemie zieht
Meistgelesen