Mit dem „Waterkant-Express“ von Unna an die See

Fahrt nach Helgoland

Auf die Hochseeinsel Helgoland können Eisenbahnfreunde am 22. September mit einem ganz besonderen Zug ab Unna reisen: Bis Bremerhaven geht es mit dem „Waterkant-Express“ über die Schienen.

Unna

, 16.08.2018 / Lesedauer: 3 min
Mit dem „Waterkant-Express“ von Unna an die See

Mit einem Nostalgie-Sonderzug geht es am 22. September von Unna nach Bremerhaven. © Viktoria Michelt

Deutschlands einzige Hochseeinsel ist am Samstag, 22. September, neben Bremerhaven an der Nordsee das Ziel einer Sonderfahrt des Nostalgie-Sonderzuges „Waterkant-Express“. Von Essen über Bochum und Dortmund kommend erreicht der Nostalgiezug Unna schon früh am Morgen um 5 Uhr. Es geht zeitig weiter, denn Bremerhaven wird schon gegen 9 Uhr erreicht, das Schiff nach Helgoland legt bereits um 9.30 Uhr ab.

Wanderung zur „Langen Anna“

Nach der Ankunft im Hafen von Helgoland werden die Fahrgäste mit sogenannten „Börtebooten“ ausgebootet und auf die Insel gebracht. Die Hochseeinsel Helgoland liegt etwa 70 Kilometer vom Festland entfernt und beheimatet rund 1.400 Einwohner. Die Steilküste, welche heute 61 Meter hoch aus dem Meer heraus ragt, ist für die Hochseeinsel wichtiger Bestandteil ihrer Geschichte. Eine Wanderung zur „Langen Anna“, Helgolands Wahrzeichen, ist fast Pflicht. Durch die Möglichkeit des zollfreien Einkaufs während der Überfahrt und während des Aufenthaltes auf Helgoland erfreut sich die Insel an zahlreichen Besuchern.

Der Aufenthalt auf Helgoland ist von ca. 12.30 Uhr bis 15 Uhr (Beginn Einschiffen zur Rückfahrt) und abhängig von der tatsächlichen Fahrzeit des Schiffes. Alternativ kann man auch auf dem Festland bleiben und zum Beispiel Bremerhaven im Rahmen einer Stadtführung erkunden.

Der „Rheingold“ wurde am 15. Mai 1928 von der damaligen Deutschen Reichsbahn auf die Reise geschickt. Dieser Luxuszug startete in Amsterdam und fuhr den Rhein hinab bis nach Basel in die Schweiz. Für diesen Zug wurden besonders komfortable Reisezugwagen neuester Bauart in Dienst gestellt.

Wagen von 1928 noch erhalten

Jeder zweite Wagen war mit einer Küche ausgerüstet und das Interieur war besonders stilvoll und gediegen. Die attraktive Lackierung der Wagen in Elfenbein/Violett unterstrich die Einzigartigkeit des Zuges. 1962 wurde eine neue, modernere Wagengarnitur für den „Rheingold“ gebaut. Die Wagen aus der Zeit von 1928 und 1962 blieben nur zum Teil erhalten und befinden sich heute in der Obhut des „Freundeskreises Eisenbahn Köln e.V.“, die die Wagen liebevoll pflegen und soweit es die technischen Voraussetzungen erlauben, auch im Sonderverkehr einsetzen.

Frühstück und Abendessen inklusive

Der „Waterkant-Express“ führt neben dem beliebten Rheingoldwagen aus dem Jahre 1928 auch die Wagen des Rheingold-Zuges der sechziger Jahre mit, darunter auch der legendäre Aussichts- und der Buckelspeisewagen. In den Rheingoldwagen ist im Fahrpreis ein Frühstück und ein 3-Gang-Abendessen im Zug während der Fahrt enthalten. Verstärkt wird der Sonderzug durch die klassischen Schnellzugwagen der 60er und 70er Jahre. Auch hier ist während der Fahrt für das leibliche Wohl gesorgt.

Auf der Rückfahrt wird Unna um 23.48 Uhr am Abend wieder erreicht.

Die Fahrpreise im nostalgischen Sonderzug betragen für Erwachsene in den Schnellzugwagen 89 Euro, Kinder von 4 bis 16 Jahren zahlen 59 Euro. Die Fahrkarten in den Rheingoldwagen kosten je nach Kategorie ab 159 Euro/Person inkl. Frühstück und Abendessen im Zug. Die Schifffahrt nach Helgoland kostet für Erwachsene 38 Euro, für Kinder von 4 bis 16 Jahren 23 Euro. Fahrkartenbestellungen und Platzreservierungen sind unter Tel. (02041) 34 84 668 oder online unter www.nostalgiezugreisen.de möglich.
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