Michael van Merwyk bringt als singender „Bär“ Kneipenatmosphäre auf den Platz der Kulturen

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Bärtig, kräftig und eine dazu passende kratzig-brummige Stimme: Michael van Merwyk entspricht in vielerlei Hinsicht einem Bären. Und der brachte Mittwoch Kneipenatmosphäre auf den Platz der Kulturen.

von Sebastian Pähler

Unna

, 16.07.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein bisschen verrückt, ein bisschen klassisch, ein bisschen modern, in jedem Fall aber mitreißend ist die Musik von Michael van Merwyk. Auch auf seinem Neuen Album „The Bear“ begeistert der „Songster“ mit Blues, Folk und Rock. „American Music - Euro Style“ umschreibt der Gitarrist und Sänger sein eigenwilliges, aber exzellent zu ihm passendes Repertoire. Am Mittwoch stellte van Merwyk die neue CD auf dem Platz der Kulturen vor und das Publikum freute sich über Musik und einen Musiker voller Charakter.

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Kratzig-brummige Stimme führte zum Spitznamen „Bär“

Der Titel seiner CD „The Bear“, auf Deutsch „Der Bär“, dient auch als Beschreibung für Michael van Merwyk. Nicht ohne Grund singt er auch „They call me the bear“, „Sie nennen mich den Bären“. Bärtig, kräftig und mit einer kratzig, brummenden Stimme, die zugleich kraftvoll als auch gemütlich wirkt. In Kneipen, Clubs und auf Partys habe er diese erworben, dabei darf auch nicht verschwiegen werden, dass er sein Handwerk unter anderem als Teil der Hausband des bekannten Blues-Clubs „Roadhouse“ in Rheda-Wiedenbrück an der Seite zahlreicher Berühmtheiten dieses Genres gelernt hat.

In „The Bear“ hat all das nun zusammengebracht. Auf dem Platz der Kulturen begleitete ihn dabei Gerd Gorke auf der Mundharmonika. Gorke ist auch kein unbeschriebenes Blatt, ist er doch seit über 30 Jahren mit verschiedenen Bands unterwegs und beeindruckte die Jury vieler, auch internationaler Wettbewerbe.

Michael van Merwyk und Gerd Gorke schufen auch auf dem Platz der Kulturen lauschige Kneipenatmosphäre.

Michael van Merwyk und Gerd Gorke schufen auch auf dem Platz der Kulturen lauschige Kneipenatmosphäre. © Sebastian Pähler

Nach dem ersten Lied noch eine Zugabe

Ein echter Bär vermeidet übermäßige Anstrengung und so hieß es nach dem ersten Lied schon, noch eine Zugabe und dann gute Nacht. Natürlich nur ein Scherz, denn zu ernst nimmt sich van Merwyk trotz seines Könnens nicht. Und auch das hat er musikalisch in „The Bear“ verarbeitet. „Wir hören ja oft: Mensch, ihr seid ja total verrückt“, stellte der 2-Meter-Mann fest. „Stimmt, verrückt und Spaß dabei!“ Diesem Motto widmete er das Stück „It’s Fun Being Crazy“, mit dem er das Unnaer Publikum durchaus begeisterte.

Unter die eigenen Songs mischte van Merwyk auch zahlreiche Werke geschätzter Kollegen aller Genres, wie „Bankrobber“ der britischen Punk-Band „The Clash“ das in van Merwyks Blues-Version deutlich gewann. Auch Jimmie Rodgers „Kisses Sweeter Than Wine“ verliehen er und Gerd Gorke neues Leben.

100 Zuschauer, die wegen den Corona-Bestimmungen mit großem Abstand auf dem Platz der Kulturen verteilt waren, genossen den Abend. Dafür sorgten der Blues, die gute Stimmung und das eingespielte Team der Lindenbrauerei.

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