Mehr Sport ist besser als viel Sport

dzSchuleingangsuntersuchung

In Sachen Motorik scheinen Unnas Vorschulkinder Nachholbedarf zu haben. Auffällig ist: In Städten, in denen die Kinder besonders häufig in einem Sportverein sind, sind derlei Probleme seltener.

Unna

, 06.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei den Schuleingangsuntersuchungen 2018 erzielten die Kinder aus Unna in einer Kategorie das schlechteste Ergebnis: Motorik. Bei 12,8 Prozent stellte der Schulärztliche Dienst des Kreises eine motorische Störung fest, die eine Therapie erforderlich macht. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 8,7 Prozent, während die Kinder aus Schwerte mit nur 6,6 Prozent kreisweit die beste Körperbeherrschung zeigen. Zusätzlich zu den therapiebedürftigen Kindern mit motorischer Störung kommen noch motorische Auffälligkeiten, bei denen der Kreis Fördermaßnahmen in der Familie empfiehlt. Sie betreffen in Unna weitere 7,3 Prozent aller untersuchten Vorschulkinder.

Erklären lassen sich die Werte aus Unna zumindest anhand des Zahlenmaterials nicht. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt nehmen die Unnaer sogar etwas stärker wahr als der Kreisdurchschnitt. Auch Frühförderangebote werden in der Kreisstadt etwas stärker angenommen als im Mittel aller Kreiskommunen. 44,8 Prozent der untersuchten Kinder aus Unna sind zudem Mitglied in einem Sportverein – auch dieser Wert ist leicht überdurchschnittlich. Möglicherweise lässt sich aus der Gesamtstatistik für den Kreis ablesen, dass Sport zumindest nicht leicht überdosiert werden kann. In Schwerte, der Stadt mit den fittesten Kindern, sind sogar 58 Prozent der Kinder Mitglied eines Sportvereins. Die Stadt mit den aktivsten Kindern ist die, in denen der Nachwuchs die geringsten Bewegungsauffälligkeiten zeigt.

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