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Mehr als Theater: Unna bleibt zwei weitere Jahre „Fairtrade Town“

dzFairer Handel

Alles steht miteinander in Verbindung, das eigene Handeln hat Auswirkungen auf die ganze Welt – so der Konsens eines Bildungstages an der Peter-Weiss-Gesamtschule.

von Sebastian Pähler

Unna

, 12.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Mensch und Umwelt geht es besser, wenn man auf fairen Handel achtet. Darum ging es am Mitwoch beim Fairtrade-Bildungstag an der Peter-Weiss-Gesamtschule (PWG), bei dem Unna auch für zwei weitere Jahre als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet wurde.

Musik für fairen Handel

Das Theater Sonni Maier aus Witten tourt mit dem Stück „Globale Payerz“ seit 2015, um Kindern und Jugendlichen den Fairtrade-Gedanken nahe zu bringen. Bei dem Bildungstag in der PWG bildete das Musical den Rahmen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Eigentlich wollen Nia, Skazz und Katey nur Musik machen und als Girlie-Pop-Band „Playerz“ ganz groß rauskommen. Dafür haben sie die besten Chancen, als sie bei einem Casting-Wettbewerb mitmachen können. Besonders für Skazz wird ein Traum wahr, denn sie ist arm und die Musik bedeutet ihr alles.

Nia kennt solche Sorgen nicht, senn ihr Vater ist mit Süßigkeiten reich geworden. Gerade hat er den neuen Schokoriegel „Taste of Africa“ entwickelt und möchte, dass die Band seiner Tochter bei dem Wettbewerb einen Werbesong dafür spielt.

Unterdessen ist die dunkelhäutige Katey zum ersten Mal im Land ihrer Vorfahren auf der Suche nach ihrer Familie. Als sie sie findet, muss sie feststellen, dass es ihnen schlecht geht, weil sie sehr arm sind, denn Plantagen haben ihnen die Lebensgrundlage geraubt. Langsam beginnen die Mädchen zu verstehen, wie etwas so Kleines wie ein billiger Schokoriegel das Schicksaal eines ganzen Landes beeinflussen kann.

Mehr als Theater: Unna bleibt zwei weitere Jahre „Fairtrade Town“

Anerkennung und Herausforderung zugleich: Unna ist für zwei weitere Jahre als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet worden. © Marcel Drawe

Anerkennung und Herausforderung

Der Fairtrade-Bildungstag an der PWG bot Eine-Welt-Promoterin Elisabeth Brachem auch die Gelegenheit, jene Urkunde zu überreichen, die Unna für zwei weitere Jahre als „Fairtrade Town“ zertifiziert. Das bedeutet unter anderem, dass die Stadt Unna fairen Handel aktiv unterstützt, in dem fair gehandelte Produkte in städtischen Einrichtungen wie Schulen und Kirchen und bei Sitzungen verwendet werden. Bürgermeister Werner Kolter freute sich, die Urkunde entgegennehmen zu können, war er doch schon bei der ersten Verleihung des Titels dabei. „So eine Urkunde ist ja zweierlei. Auf der einen Seite Anerkennung für tolle Arbeit“, so Kolter. „Aber sie ist auch Herausforderung, in den kommenden Jahren weiter sehr sorgfältig miteinander umzugehen“.

Begleitet wurde der Tag auch durch Workshops und Vorträge des Eine-Welt-Ladens, eines Händlers für fair gehandeltes Kunsthandwerk und der Verbraucherzentrale, die etwa über die Probleme mit und Vermeidung von Elektro-Schrott aufklärte.

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