Mehr als ein Hingucker: Lebendige Krippe will zum Nachdenken anregen

dzWeihnachtsmarkt Unna

Einen Anstoß zur Besinnung auf die Bedeutung der besinnlichen Zeit möchte die Gruppe „Mission Possible“ geben. Als lebendige Krippe waren Mitglieder und Unterstützer auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs.

von Sebastian Pähler

Unna

, 15.12.2019, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn neben Kerzen und Tannengrün eine Sache ganz fest zur Adventszeit gehört, dann sind es wohl die Weihnachtskrippen. Mit Jesus, Maria und Josef, den Hirten und Engeln und natürlich auch den heiligen drei Königen stellen diese kleinen Kunstwerke in verschiedenen Stilrichtungen die Weihnachtsgeschichte nach.

In vielen Familien werden die Krippen über die Adventszeit hinweg mit Figuren ergänzt, bis am 24. Schließlich das Bild mit der Ankunft des Christkinds vervollständigt wird. „Ankunft“ ist hier ein Schlüsselbegriff, denn das bedeutet das Wort „Advent“. Darauf wollte die Gruppe „Mission Possible“ als lebendige Krippe auf dem Weihnachtsmarkt aufmerksam machen.

Stiller Impuls

„Unsere Idee dahinter ist es, einfach einen stillen Impuls zu setzen, um zu zeigen, dass es nicht um Konsum geht, sondern auf die Erwartung dessen, was da kommt“, erläuterte Annika Husarek von „Mission Possible“, die bei der Aktion in die Rolle der schwangeren Maria schlüpfte.

„Wir wollen auf fröhliche und kreative weise und nicht mit erhobenem Zeigefinger darauf aufmerksam machen, dass Gott Mensch geworden ist“, ergänzte Pfarrer i.R. Heinz-Josef Löckmann, der als Hirte dabei war.

Natürlich waren auch alle anderen Figuren der Geschichte bei der lebendigen Krippe vorhanden. So schlüpfte etwa Pastor Stefan Schmitz in die Rolle des Josef, Gemeindereferent Janfelix Müller war als Engel dabei und auch Hirten und Könige durften nicht fehlen.

Nur auf Ochsen und Esel musste man verzichten. Einen Esel wollte man tatsächlich mitbringen, aber der ist vor der Aktion krank geworden.

Nichts ist unmöglich

Die Gruppe „Mission Possible“ existiert seit rund einem Jahr. Der Name ist ein Wortspiel, das sich natürlich auf die Filmreihe „Mission Impossible“ bezieht, aber auch auf die Doppeldeutigkeit des Wortes „Mission, im Sinne von Aufgabe aber auch im Sinne der christlichen Mission.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gestellt, die christliche Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen“, sagt Janfelix Müller. So hat die Gruppe beispielsweise mit einem Stand in der Innenstadt Passanten gebeten den Satz „Kirche in Unna ist für mich…“ zu ergänzen oder Gemeindemitglieder besucht, um ihnen zu zeigen, „Wir haben euch nicht vergessen“.

Für die lebendige Krippe hat die Gruppe Unterstützung von Gemeindegliedern erhalten, um nicht nur auf dem Markt präsent zu sein sondern überall in der Innenstadt. Passanten wurden dabei bewusst nicht angesprochen, aber für ein Gespräch über den Glauben waren die Teilnehmer jederzeit offen.

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