Minderjährige Jungs bei sexuellen Handlungen zu sehen: Die Polizei fand über 200 Bilder auf dem Handy eines 23 Jahre alten Unnaers. © picture alliance/dpa
Amtsgericht Unna

Mehr als 200 kinderpornografische Bilder auf Handy von Unnaer entdeckt

Wegen des Besitzes von Kinderpornografie ist ein 23-jähriger Mann jetzt vor dem Amtsgericht verurteilt worden.

Auf dem Handy eines Unnaers (23) wurden über 200 kinderpornografische Bilder entdeckt. Der Besitz brachte ihn nun im Amtsgericht auf die Anklagebank. Über seinen Verteidiger legte er sofort ein Geständnis ab.

Ende Juli vergangenen Jahres machten Ermittler den Fund bei dem jungen Mann. Auf 233 Fotos, die auf dem Smartphone gespeichert waren, waren unter anderem nackte Jungen bei sexuellen Handlungen abgebildet.

„Die Vorwürfe sind so zutreffend. Mein Mandant möchte keine weiteren Angaben machen und keine Fragen beantworten, weil das alles sehr belastend für ihn ist“, erklärte der Anwalt des 23-Jährigen jetzt im Prozess. Tatsächlich schwieg der junge Unnaer, der zunächst im Ermittlungsverfahren offenbar behauptete, jemand habe ihm die Bilder auf sein Handy gemogelt. Pädophile Neigungen, so betonte der Verteidiger, habe der Angeklagte nicht. Vielmehr könne er sich selbst nicht mehr verstehen. Dennoch sei er bereit, Gespräche bei einer Beratungsstelle zu führen.

Der Richter redete Klartext: „Jedes Bild von einem Kind ist Missbrauch eines Kindes. Es ist egal, ob man das Foto selbst macht oder es sich ansieht.“ Für den bislang unbestraften Unnaer endete der Fall mit einem Jahr Haft auf Bewährung, 80 Sozialstunden und der Auflage, Beratungsgespräche wahrzunehmen.

Über die Autorin

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.