Maximal 81 Erstklässler ab 2020: Falk- und Nicolaischule werden passend gemacht

dzGrundschulplanung

Höchstens 81 Schüler sollen ab 2023 am neuen Grundschulstandort Hertinger Tor lernen. Damit das funktioniert, sollen die Nicolai- und Falkschule für das übernächste Schuljahr nur noch insgesamt drei Klassen bilden.

Unna

, 03.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Planungen für eine neue Grundschule zwischen Hertingerstraße und Brockhausplatz laufen. Ein erster Entwurf für den Gebäudekomplex ist inzwischen in der Öffentlichkeit. Schon im Vorfeld stand fest, dass diese Schule höchstens drei Klassen pro Jahrgang aufnehmen soll. Und schon im Vorfeld hatte es Kritik daran aus dem politischen Raum gegeben. Eine Anpassung der Klassenplanung soll nun den Weg dafür bereiten, dass die Schüler, die ab dem Sommer 2020 die Nicolai- oder die Falkschule besuchen, auch in das neue Gebäude passen werden. Die beiden Innenstadtgrundschulen sollen bekanntlich aufgegeben werden, wenn der Betrieb der neuen Schule beginnt. Und die Erstklässler im Schuljahr 2020/21 werden nach der bisherigen Planung im Jahr 2023 in das neue Gebäude umziehen, um dort ihr letztes Grundschuljahr zu verbringen.

Falkschule wird zweizügig, Nicolaischule einzügig

Wie viele Eingangsklassen gebildet werden sollen, ist für jede Unnaer Schule festgelegt. Diese Zügigkeit liegt für die Nicolaischule bei zwei Klassen, für die Falkschule bei zweieinhalb. Die Stadtverwaltung schlägt nun vor, dass schon für das Schuljahr 20/21 die Zügigkeiten auf insgesamt drei Klassen festgelegt werden. Maximal 54 Kinder sollen dann zwei erste Klassen an der Falkschule besuchen, bei der Nicolaischule ist es die Hälfte. Werden mehr Kinder angemeldet, müssten diese abgewiesen beziehungsweise die Eltern umberaten werden. Der Schulausschuss muss dieser Empfehlung zustimmen. Mit den beiden Schulleitungen sei sie bereits abgestimmt, erklärt die Stadtverwaltung.

Ziel: Kinder nicht nach Klasse 3 trennen

Bliebe es bei der aktuellen Regelung, wäre es möglich, dass im Sommer 2020 vier Klassen gebildet werden. Und selbst wenn diese relativ klein wären, würde sich nach Einschätzung der Schulverwaltung ein Problem ergeben beim Übergang zur neuen Schule: Gewachsene Klassenstrukturen müssten aufgebrochen werden, wenn die Kinder von der dritten in die vierte Klasse wechseln und wenn dabei aus vier Klassen drei gebildet werden müssten.

Perspektivisch sei die neue Schule mit drei Klassen pro Jahrgang ausreichend groß. Die Stadt will mit dieser Beschränkung aber auch verhindern, dass bestehende Schulen in Unna ins Hintertreffen geraten. Die Verwaltung rechnet damit, dass der neue Schulstandort für Familien attraktiv werde. Schulbezirksgrenzen gibt es seit Jahren nicht mehr. Theoretisch können Eltern ihre Kinder an jeder beliebigen Schule anmelden, also auch Schulen in ihrem Umfeld übergehen, wenn sie ihnen weniger modern erscheinen. Der Schulträger müsse alle Schulstandorte sichern und deren gleichmäßige Auslastung gewährleisten, heißt es in einer Beschlussvorlage für den Schulausschuss.

Öffentliche Sitzung

Politik berät über Schulplanung

Der Schulausschuss beschäftigt sich am Dienstag, 4. Juni, ab 17 Uhr gemeinsam mit dem Jugendhilfeausschuss mit den Planungen für den neuen Schulstandort am Hertinger Tor. Die Sitzung im Ratssaal ist öffentlich.
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