SPD-Ortsverein: Massen braucht für die Zukunft einen Discounter und zwei Vollsortimenter

dzEinzelhandel

Die umstrittene Ansiedlung von Lebensmittelhändlern in Massen bekommt neue Rückendeckung von der Massener SPD. Die Verkehrsanbindung erscheint den Genossen als ein lösbares Problem.

Massen

, 16.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Diskussion über eine Neuansiedlung eines Discounters und eines Edeka-Marktes an der Massener Bahnhofstraße hat durch eine Ankündigung des Investors eine neue Dynamik bekommen: Nicht mehr Aldi, soldern Lidl soll der Discounter sein, für den im Massener Westen neu gebaut werden soll.

Das überzeugt die örtliche SPD nun endgültig: Der Massener Ortsverein spreche sich für die Ansiedlung im Rahmen des nun überarbeiteten Konzepts aus, teilt der Vorsitzende Michael Wladacz mit. „Wenn sich unser Stadtteil entwickeln und fit für die Zukunft sein will, brauchen wir zwei Vollsortimenter und einen Discounter“, wird der Vorstand zitiert. Die Grünen hatten sich jüngst dagegen ausgeprochen.

„Wenn sich unser Stadtteil entwickeln und fit für die Zukunft sein will, brauchen wir zwei Vollsortimenter und einen Discounter.“
Vorstand des SPD-Ortsvereins Massen

Rewe soll nicht gefährdet werden

Wichtig sei, dass der Bestand des Rewe-Marktes in Massen nicht durch eine Neuansiedlung gefährdet werde, schreibt Wladacz. Tatsächlich hatte die Betreiberfamilie Engel bereits im Vorfeld ihre Sorge vor erdrückender Konkurrenz öffentlich gemacht. Dass keine Gefahr besteht, sei mit den aktualisierten Plänen gewährleistet, so die SPD. „Denn: Durch den angekündigten Umzug des Lidl-Marktes von der Hansastraße in den Massener Westen wächst das Discount-Angebot des Stadtteils im Saldo um gerade einmal 400 Quadratmeter.“

Außerdem schließe ein Vollsortimenter unmittelbar an der Gemeindegrenze zu Massen in Dortmund-Wickede. Und welche Nutzung den jetzigen Edeka-Markt an der Kleistraße nach dessen Schließung 2021 erwartet, sei „vollkommen ungewiss“.

Jetzt lesen

Verkehrsprobleme lösbar

Die Massener SPD sieht in der Verkehrsanbindung des neuen Projekts dessen größte Hürde. Doch inzwischen gäben Experten hier „grünes Licht“. Ein Planungsbüro habe bestätigt, dass mit Hilfe einer Ampel und weiterer Maßnahmen sogar eine Verbesserung der Verkehrssicherheit gegenüber der jetzigen Situation möglich sei.

Es sei zu begrüßen, dass der Investor auf Anregungen eingehe und „mit Photovoltaik-Anlagen, Dachbegrünung, E-Ladestationen und größeren Grünflächen bei reduzierter Parkplatzfläche dem Klimaschutz-Gedanken Rechnung trägt“. Ein Grünstreifen mit Fuß- und Radweg entstehe entlang des Bachs, und dessen Überflutungsbereich werde nicht bebaut. Die SPD Massen lobt außerdem den geplanten Erhalt des denkmalgeschützten Bauernhauses und kündigt einen neuen „Glanzpunkt für Massen“ an.

Die Kritik aufgrund des Verlusts naturnaher Freiflächen respektiere der SPD-Ortsverein. Es sei dort aber bekanntlich seit Jahren Wohnbebauung geplant. „Hier wird also früher oder später sowieso gebaut.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Nacht der offenen Kirche(n)
Nacht der offenen Kirchen in Königsborn: Gut besucht trotz Einschränkungen
Hellweger Anzeiger Spezielle Atemschutzmasken
Masken mit Batterien erleichtern das Atmen: 3M kooperiert zum Corona-Schutz mit Ford
Meistgelesen