Massens Handel konzentriert sich am Hellweg

dzNeubauten für Aldi und Edeka

Wo steht der Handel, wohin führt seine Entwicklung – diese Frage beantwortet die neue Lehnerdt-Studie für Unnas Stadtteile im Detail. Für Massen ist eine Stärkung des Angebotes zu erwarten.

Unna

, 24.10.2018, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Massen erhält mehr Einkaufsmöglichkeiten, aber nicht jeder Massener. Es ist eine paradoxe Entwicklung, die Handelsexperte Jörg Lehnerdt im Entwurf für ein neues Einzelhandelskonzept voraussagt und empfiehlt. Denn der Wandel im Handel bringt dem westlichen Stadtteil nicht nur einen zusätzlichen Anbieter, sondern auch eine Konzentration in Niedermassen. Dort soll endlich eine Fläche für den lang erwarteten Discounter geschaffen werden, im Gespräch ist dabei Aldi. Er soll in Nachbarschaft eines Neubaus für Edeka eine gänzlich neue Niederlassung eröffnen. Edeka allerdings steht „nur“ vor einem Umzug innerhalb des Stadtteils. Und diese Verlagerung verlagert auch die Wege der Kunden.

Edeka zieht nach Niedermassen

In Niedermassen wird es für den Normalverbraucher komfortabel: Am östlichen Ende des „Nebenzentrums Massen“ (siehe Karte) bietet weiterhin Rewe Engel in einem modernisierten und erweiterten Supermarkt seine Waren an. Im Westen wird das Handelsgebiet des Stadtteils erweitert: Im Winkel von Kletterstraße und Massener Bahnhofstraße sollen Neubauten mit bis zu 1.400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Edeka und 1.200 Quadratmetern für Aldi entstehen können. Für den Handel bedeutet es mehr Wettbewerb, für Kunden in Niedermassen mehr Auswahl in einem fußläufigen Bereich. Experte Jörg Lehnerdt hält die „flächendeckende Nahversorgung in Massen für gegeben“.

Handel in Massen

Nebenzentrum im Unnaer Westen

Massen hat gut 10.000 Einwohner – Unsicherheiten durch die Zensus-Abweichungen ausgeklammert. Experte Jörg Lehnerdt definiert den Ort als ein „Nebenzentrum“ unterhalb des Hauptzentrums in der Innenstadt. In seinem Betrachtungsbereich am Hellweg zählte er zuletzt 37 Betriebe. Sie besetzen eine Handelsfläche von 4.945 Quadratmeter. Ihr Umsatz dürfte im Jahr auf 28,5 Millionen Euro hinauslaufen. Im Fazit sei in Massen eine „flächendeckende Nahversorgung gegeben“.

Unklare Perspektive für Obermassen

Allerdings profitieren die Menschen in Obermassen davon weniger. Möglicherweise leiden sie sogar darunter. Denn der Umzug von Edeka würde einen Abzug aus den heutigen Geschäftsräumen an der Otto-Holzapfel-Straße bedeuten. Die Räume mit einem Nachfolger zu besetzen, hält Lehnerdt aus seiner Gutachterperspektive für unschädlich. Aber gefunden ist ein solcher Anbieter natürlich noch nicht. Zumindest kurzfristig können die Menschen aus dem Süden Massens weiterhin ihre gewohnte Anlaufstelle für den Einkauf nutzen: Der neue Einzelhandelsstandort in Niedermassen ist noch lange nicht gebaut.

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