Massener erheben Einspruch gegen neue Supermärkte

dzUnterschriftensammlung

Gegen die Neubaupläne für Edeka und Aldi in Niedermassen sammeln Nachbarn jetzt Unterschriften. Sie fürchten mehr Verkehr und verweisen auf Versorgungsengpässe in Obermassen.

Unna

, 04.01.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neue Geschäfte bringen den Menschen im Umfeld neue Einkaufsmöglichkeiten. Aber sie bringen auch mehr Verkehr durch Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Was davon mehr Gewicht hat, mag unterschiedlich zu bewerten sein. In Massen regt sich nun Widerstand gegen Pläne für ein neues Einkaufszentrum.

Unterschriftensammlung beim Empfang im Bürgerhaus

Eine Initiative aus dem Ort beginnt damit, Unterschriften zu sammeln. Der Neujahrsempfang im Bürgerhaus an diesem Freitag soll für einen Auftakt der Aktion genutzt werden, um gleich viele Menschen anzusprechen. Die Unterzeichner sprechen sich gegen ein neues Einkaufszentrum an der Massener Bahnhofstraße aus und fordern stattdessen einen Erhalt des heutigen Edeka-Marktes an der Friedenskirche.

Sie verweisen auf die Bedeutung, die jener Markt heute für die Nahversorgung in Obermassen hat. Mit dem Umzug in einen Neubau würden die Einkaufsmöglichkeiten der Massener noch stärker nahe der Hellwegachse konzentriert. Dort befürchten viele Massener eine weitere Zunahme des Verkehrs. Außer den Massenern selbst könnten auch Kunden aus Kamen-Methler und Dortmund-Wickede angesprochen werden.

Investor erwartet Zugkraft auch über die Stadtgrenze hinaus

Dass das neue Einkaufszentrum im Winkel von Massener Bahnhofstraße und Kletterstraße ein Magnet wird, plant auch der Investor. Er argumentiert damit, dass das neue Supermarktdoppel dazu beitragen könne, Kaufkraft im Ort zu binden, die derzeit in die Nachbarschaft abfließt. Die Verkehrsproblematik stellt er nicht in Abrede. Aber: Vorschläge seines Verkehrsgutachters würden auf dem stark befahrenen Hellweg sogar die Probleme lösen, die bereits heute bestehen, hielt er unlängst dagegen.

SPD: Vor- und Nachteile im Zusammenhang betrachten

Die Pläne für ein neues Einkaufszentrum waren im alten Jahr bereits Thema einer gut besuchten Bürgerveranstaltung des Massener SPD-Ortsvereins. Auch dabei äußerten die Anwesenden vor allem Bedenken. Der Massener Ratsherr Michael Tietze erklärte in diesem Zusammenhang, dass das Thema differenziert zu betrachten sei: Dass die Stimme der Kritiker laut zu vernehmen sei, müsse nicht zwingend bedeuten, dass Massen im Ganzen gegen die Ansiedlung sei. Massen würde endlich einen Aldi-Markt bekommen; Edeka könnte sich vergrößern und den Markt an der Kleistraße für einen weiteren Discounter hinterlassen.

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