Massen hat seine erste eigene Chronik

dzKultur

200 Seiten stark ist es, das erste Buch, das sich ausschließlich mit Unnas westlichstem Ortsteil befasst. Massen hat viel zu erzählen – und das liegt nicht zuletzt an den Massenern selbst.

Massen

, 21.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Liebe soll ja bekanntlich durch den Magen gehen. Und so verwundert es nicht, dass auf Seite 3, gleich zu Beginn des ersten Massener „Lesebuchs“, ein Rezept steht: „Massener Stielmus“ wird da serviert, schön mit Mettwürstchen und Kartoffeln. Hartmut Ganzke und Peter Kracht lieben es eben in jeder Hinsicht, ihr Massen.

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Die kulinarische Liebeserklärung an den Ortsteil ist nur der Auftakt eines ganzen Buches, das auf jeder Seite die Liebe zu Massen atmet. Als „stolzer Massener Junge“ habe er das fertige Werk am Donnerstag im Empfang genommen, sagt Hartmut Ganzke. Es ist nicht der Landtagsabgeordnete und der Politiker, der dies sagt; es ist der Massener Hartmut Ganzke, der sichtbar stolz auf das ist, was er zusammen mit Ortsvorsteher Peter Kracht in nur fünf Monaten „gezaubert“ hat.

Buch ab heute im Verkauf

Sparkasse als Hautsponsor

  • Das Buch „Massen – in Bildern und Geschichten“ ist ab dem heutigen Samstag an den folgenden Verkaufsstellen zu erhalten: Frisör Müllensiefen, Lotto Kneiphof, Drucker Domain, Mühlen-Apotheke und in der Geschäftsstelle der Sparkasse Unna-Massen sowie in der Buchhandlung Hornung.
  • Die Sparkasse UnnaKamen hat das Projekt als Hauptsponsor unterstützt. Das Buch kostet 12,50 Euro und ist in einer Auflage von 800 Exemplaren bei der Horschler Verlagsgesellschaft erschienen.

„Massen – in Bildern und Geschichten“ lautet der Titel des 200 Seiten starken Buches und es sind vor allem die Geschichten der Massener, die hier erzählt werden. Wie ein roter Faden ziehen sich Porträts von „Massener Gesichtern“ durch die sechs Kapitel. Ob „Massen in Unna“, „Schulen in Massen“, „Glaubensorte in Massen“, „Leben in Massen“, „Massens Frühzeit“ oder „Erinnerungen an Massen“ – immer sind es die Massener selbst, die den Beiträgen ein Gesicht geben und so manchem Leser viele Erinnerungen bescheren.

„Es sollte ganz bewusst keine wissenschaftliche Abhandlung werden, sondern ein Buch, das man sich immer mal wieder zur Hand nimmt und drin blättert“, sagt Peter Kracht, der zugibt, in den vergangenen fünf Monaten selbst noch viel über Massen gelernt zu haben: „Ivan Rebroff war in Massen, wussten Sie das?“ 1975 überreichte der Sänger Pokale an die Sieger beim Fußballturnier des Massener Jugendzentrums.

„Da ist so vieles noch übrig, da könnten wir schon wieder 100 Seiten füllen.“
Peter Kracht denkt schon an einen zweiten Band

Solche Anekdoten und Geschichten,gepaart mit vielen, teilweise bis dato unveröffentlichten Bildern wie jene, die Massener Bergleute bei der Arbeit unter Tage zeigen, machen das Massener „Lesebuch“ zu einer unterhaltsamen Lektüre, ausdrücklich nicht nur für Massener.

„Die Massener sind selbstbewusst, das waren sie immer schon, aber sie sind nicht selbstherrlich“, sagt Hartmut Ganzke. Das leuchtende Orange, in dem das Buch gehalten ist, dürfte auf jeden Fall kaum zu übersehen sein.

Und Material für einen zweiten Band haben Ganzke und Kracht auch schon: „Da ist so vieles noch übrig, da könnten wir schon wieder 100 Seiten füllen.“ Vielleicht ja auch noch mit mehr Rezepten aus Massen – die Liebe und der Magen, Sie wissen schon.

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