Eine Maskenpflicht gilt in der Stadt Unna bislang nur für den Wochenmarkt, der dienstags und freitags auf dem Alten Markt, der Massener Straße, der Hertingerstaße und der Bahnhofstraße stattfindet. © Anna Gemünd (Archiv)
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Maskenpflicht: Trotz steigender Zahlen gilt sie in Unna bisher nicht in der Fußgängerzone

Durch die stetig steigenden Corona-Zahlen gelten in der Stadt Unna wieder strengere Regeln. Eine Maskenpflicht in der gesamten Fußgängerzone gehört bisher nicht dazu. Das könnte sich bald ändern.

Dichtes Gedränge und Geschiebe: In den Fußgängerzonen findet das Coronavirus ideale Bedingungen vor, um sich zu verbreiten. Deswegen ordnen immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen eine Maskenpflicht in diesen Innenstadtbereichen an. In Unna ist dies bisher nicht der Fall. Trotzdem sieht man immer mehr Menschen, die auch außerhalb der Geschäfte eine Maske tragen. Das Sicherheitsbedürfnis ist offenbar groß.

Die Maskenpflicht ist in Unna klar geregelt: Wie in allen Städten muss beim Betreten eines Geschäfts eine Maske getragen werden, zudem auf dem dienstags und freitags stattfindenden Wochenmarkt. An diesen Tagen werden Teile der Fußgängerzone zum Maskenpflicht-Gebiet: Der Alte Markt, Teile der Massener, der Hertinger, der Wasser- und der Bahnhofstraße zählen zum Bereich des Wochenmarktes und damit zu dem Gebiet, in dem eine Maske getragen werden muss – selbst wenn man den Wochenmarkt selbst gar nicht besuchen will.

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Das führt teilweise zu Irritationen. „Viele vergessen, die Maske aufzusetzen, weil sie den Alten Markt einfach nur überqueren und gar nicht an den Wochenmarkt-Ständen einkaufen wollen“, berichtet Daniela Guidara vom Stadtmarketing. In solchen Fällen geben die Mitarbeiter vom Ordnungsdienst einen entsprechenden Hinweis. „Die meisten Leute sind einsichtig“, sagt Guidara, dass es bisher keine tatsächlichen Maskenverweigerer gegeben habe.

„Viele vergessen, die Maske aufzusetzen, weil sie den Alten Markt einfach nur überqueren wollen.“

Daniela Guidara, Stadtmarketing Unna

Fehlende Mindestabstände verunsichern die Passanten

Das könnte auch teuer werden: Wer sich weigert, auf dem Wochenmarkt eine Maske zu tragen, muss 50 Euro Bußgeld zahlen; bei einem zweiten Verstoß werden 100 Euro fällig. Für einige Menschen scheint die Enge auf dem Wochenmarkt trotz der Maskenpflicht beängstigend. „Auf dem Wochenmarkt wurden in keinster Weise die Mindestabstandsregeln eingehalten“, schildert ein Marktbesucher unserer Redaktion seine Beobachtungen am Dienstag.

In Unnas Nachbarstädten gilt bereits eine erweiterte Maskenpflicht

Fakt ist: Vor den Marktständen sind Bereiche für Warteschlangen markiert, alle anderthalb Meter sind Markierungen auf dem Boden, damit kein Gedränge vor einzelnen Ständen entsteht. Dass in den Gängen zwischen den Marktständen, wo Begegnungsverkehr herrscht, diese Abstände nicht eingehalten werden können, gehört zur Wahrheit aber auch dazu.

Eine durchgängige Maskenpflicht in der Fußgängerzone gilt in Unna bisher nicht. Die Nachbarstädte Dortmund und Werl haben eine solche Pflicht in dieser Woche bereits erlassen. „Wir schauen, was der Kreis Unna dazu anordnet und werden dann zeitnah reagieren“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld auf Anfrage.

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Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd

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